C. Was bedeutet ein Gott in
drei Personen?
I. Die Problemlage
1.
Die
Frage soll hier vor dem Hintergrund gestellt werden, daß die Zahlen 13 und 31 – neben 12 und 21 – eine allgegenwärtige Rolle im
Kosmos der Zahlen spielen.
2.
Für
den gläubigen Christen erscheint die Dreifaltigkeitsformel plausibel, ohne daß
er darüber viel nachdenkt. Doch wenn die Zahlen 1 und 3
ein mathematisches Grundmuster von unfehlbarer Präzision darstellen, lohnt sich
ein bewußtes Nachdenken über die Bedeutung dieser dogmatischen Aussage.
3.
Nach
christlichem Verständnis heißt die 1. Person Vater, die 2. Person Sohn, die 3. Person Heiliger Geist. Der Sohn ist vom Vater gezeugt
(genitus), der Heilige Geist geht nach römisch-katholischer Lehre aus dem Vater
und dem Sohn hervor (ex patre filioque procedit), nach griechisch-othodoxer nur
aus dem Vater. Der Streit zwischen Orthodoxie und katholischer Kirche ist bis
heute nicht beigelegt.
4.
Tatsächlich
ist die römisch-katholische Formel nicht ganz unproblematisch, da der Eindruck
entstehen kann, daß die Existenz des Geistes die Existenz des Sohnes
voraussetze. In Wirklichkeit ist die trinitarische Logik in der 1. Person
grundgelegt: Der Sohn geht aus dem Vater hervor (wird gezeugt) und in diesem
Vollzug wird der Geist als Gemeinschaft von Vater und Sohn hervorgebracht. In
diesem Sinne ist die 1.
Person Urheber der beiden anderen Personen.
(Auf theologische Präzisierungen möchte ich hier bewußt
verzichten.)
5.
Die
trinitarische Logik ist also die: Die 1. Person verwirklicht sich in 3 Personen
gleichen Wesens. Die 1 bleibt Grundlage der 3. Die Weiterentwicklung des
Kreises und Hexagons zum Tetraktysstern und äußerem Kreis mit einem
Flächenzuwachs von 2 Einheiten
schafft einen zweiten inneren Kreis, der unter bzw. hinter dem Ausgangskreis
liegt. Dieser unsichtbare Kreis könnte als gemeinsame Einheit der 3 Personen
gemeint sein:
|
|
6.
Die
Zahl 3
besagt, daß die 1.
Person sich gewissermaßen aus ihrer Urheberschaft herauslöst und mit den beiden
anderen Personen die vollkommene Gleichheit der Beziehungen pflegt. Ist also
die Zahl 1
die Idee der Einheit in der Gemeinschaft oder der vollkommenen personalen
Beziehung in der Dreiheit? Ist Liebe das Prinzip der 1, sodaß die erste Person gar nicht anders gedacht werden
kann als in einer Gemeinschaft von Gleichen?
Das Wesen Gottes als
Seinsrealität von 1 und 3 scheint nicht so einfach
beantwortbar zu sein. Das Problem durch Fragen zu umreißen, die Raum für
mögliche Antworten eröffnen, soll hier also genügen. Mein Anliegen ist es, die
trinitarische Logik im Aufbau der Zahlen wiederzufinden.
II. Der
Doppelaspekt von Kardinal- und Ordinalzahl
1.
Die
trinitarische Gleichung 1+2=3 zeigt, daß sich die 3. Person aus den beiden vorhergehenden definiert. Sie versteht
sich als Gemeinschaft der 1. und 2. Person, die also also durch zwei Ordinalzahlen
bezeichnet. Andererseits ist in der Kardinalzahl 2 bereits die 3 enthalten und damit die 3. Person bezeichnet. Die Zahl 3 enthält also 2 Ordinalzahlen und 1 Kardinalzahl.
Die 2. Person bezeichnet sich selbst durch
Ordinal- und Kardinalzahl und die 3. Person als Kardinalzahl.
Die 1. Person bezeichnet sich durch Ordinal-
und Kardinalzahl.
2.
Tabellarisch
läßt sich die beschriebene Situation so darstellen:
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|
1.Ps. |
2.Ps. |
3.Ps. |
|
O-Zahl |
1 |
1 |
2 |
|
K-Zahl |
1 |
2 |
1 |
Das Ergebnis sind
zwei dreistellige Zahlen, deren Einzelziffern die in der Grafik gezeigten Flächenverhältnisse
des Doppelkreises wiedergeben. Nachfolgend sollen diese beiden Zahlen (mit 3.
Umkehrung) näher untersucht werden.
III. Die Zahlen
112, 121, 211
1.
Zunächst
sollen die Faktorenwerte (FW) der 3 Zahlen
ermittelt werden:
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|
ZW |
FW |
|
|
|
|
112 |
15 |
|
|
|
|
121 |
22 |
|
|
|
|
211 |
211 |
|
|
|
Sm. |
444 |
248 |
|
|
|
|
248 = 8*31 = FW 37 |
|||
Die Faktorensumme (FS) ist durch die trinitarische Zahl 31 teilbar, der FW 37 entspricht den 37 Elementen der
Tetraktys, die Quersumme ist 10.
2.
Die
drei Zahlen befinden sich in Gesellschaft von je 8 weiteren Zahlen mit
denselben ersten beiden Stellen. Von den 3*9 Zahlen sollen ebenfalls die FW ermittelt werden:
|
111 = 3* 37 40 112 = 2* 2* 2* 2* 7 15 113 = 113 113 114 = 2* 3* 19 24 115 = 5* 23 28 116 = 2* 2* 29 33 117 = 3* 3* 13 19 118 = 2* 59 61 119 = 7* 17 24 1035 357 |
121 = 11* 11 22 122 = 2* 61 63 123 = 3* 41 44 124 = 2* 2* 31 35 125 = 5* 5* 5 15 126 = 2* 3* 3* 7 15 127 = 127 127 128 = 2* 2* 2* 2* 2* 2* 2 14 129 = 3* 43 46 1125 381 |
211 = 211 211 212 = 2* 2* 53 57 213 = 3* 71 74 214 = 2* 107 109 215 = 5* 43 48 216 = 2* 2* 2* 3* 3* 3 15 217 = 7* 31 38 218 = 2* 109 111 219 = 3* 73 76 1935 739 |
In den Summen dieser
drei Zahlenreihen herrscht das Prinzip 1:2 und 2:1 auf folgende Weise vor:
–
Die FS der ersten beiden Reihen betragen
das Dreifache einer der Zahlen: 357 = 3*119; 381 = 3*127.
Dabei ist eine echte Verdoppelung der Summe nur bei der Primzahl 127 gegeben: 127+254 = 381. Die 3. Reihe folgt einem anderen
Prinzip.
–
Die FS der 2. und 3. Reihe beträgt 381+739 = 1120 = 10*112, die Hinzufügung der 1. Reihe ergibt 1120+357 = 1477 = 7*211. Die beiden Multiplikatoren 112 und 211 bestätigen so die
Flächenverhältnisse des Doppelkreises des Tetraktyssterns.
3.
Die
Beziehung der ersten beiden Reihen zur dritten
Reihe ist komplexer. Zunächst ist festzustellen, daß sich die 2*9 Zahlen der beiden ersten Reihen
zu jeweils 240
ergänzen, z.B. 111+129.
Die Bedeutung wird in der Produktaufteilung 9*10*24 (4*6, 3*8)
klar: Die Zahlen 9 und 10 stehen für 9 Durchmesser- und 10 Radialelemente des Doppelkreises.
Die Aufteilung 4*6
bezieht sich auf 4 Linien
und 6 Punkte der Radialelemente, die
Faktoren 3*8 auf die Doppelzählung von 5 Durchmesser- und 6 Radialpunkten des Doppelkreises mit Trennung in
die ungerade Zahl von 3
Mittelpunkten und 2*4
Symmetriepunkten.
Bezieht man die Zahl 2 auf die Radiallinien des inneren
und die Zahl 4 (2+2) auf die des Doppelkreises, wird
durch die Addition 2+(2+2) ein Flächenverhältnis von 1:3 hergestellt:
|
|
Auf die 4 Radiallinien des Doppelkreise bezogen bedeuten
die Zahlen 112/211 das Flächenverhältnis 1:2 bzw. 2:1.
4.
Ohne
die Primzahl 211 bleiben noch 8 Zahlen übrig. Sie ergänzen sich zu jeweils 431. Die Quersumme dieser Zahl ist
nicht nur ebenfalls 8, sondern die FS verteilen sich nach diesem Muster:
|
3 1 4 |
212 = 2* 2* 53 57 213 = 3* 71 74 214 = 2* 107 109 240 215 = 5* 43 48 216 = 2* 2* 2* 3* 3* 3 15 217 = 7* 31 38 219 = 3* 73 76 240 |
Auffällig sind die
beiden symmetrischen Summen 240, die an die ZS der ersten beiden Reihen anknüpfen.
Die Zahlenergebnisse lassen sehr variable Deutungen zu. Zunächst ist
festzustellen, daß 8
Zahlen die FS
11*48 ergeben.
5.
Wenn
von DM- und Radialelementen des Tetraktyssterns die Rede ist, darf man nicht
aus dem Blick verlieren, daß sie wesentlich zur Figur der Doppelraute (DR) gehören, die auch wiederum mit
einer zweiten Doppelraute die dreidimensionale Figur des Oktaeders bildet:
|
|
An der vorstehenden
Figur des DR-Kreuzes können alle Zahlenbeziehungen erläutert werden. Es zeigt
sich gleich, daß die Basiszahl 211 thematisch wesentliche Zahlenverhältnisse der DR
angibt, die in den folgenden 8 Zahlen der 3. Reihe erkennbar werden:
–
Eine
DR besteht aus 21 Elementen bzw. aus 2*11 Elementen von 2 Einzelrauten.
–
Die
Ausgangsfigur der DR ist ein sanduhrförmiges Doppeldreieck, das zum Hexagon
gehört und aus 2+11 = 13 Elementen besteht.
–
Raute
und Doppeldreieck haben zusammen 11+13 = 24 Elemente. Werden die Enden der DR
für die Bildung eines Oktaeders zusammengeführt, verdoppelt sich die Zahl der
Elemente auf 48.
Der DR-Rahmen besteht aus 2*4 = 8 Linien. 4 Linien gehören zum inneren, 4 zum äußeren Kreis. Die 4 Linien des inneren Kreises repräsentieren
die Flächengröße 1, 8 Linien die Flächengröße 3. Die Zahl 48 kann daher für das
Flächenverhältnis 1:3 stehen.
–
Der
DR-Rahmen besteht weiterhin aus 3+1+3 Punkten. Der Mittelpunkt kann einer Raute zugewiesen
werden: 3+4. Den zweiten Mittelpunkt liefert
die Mittelpunktszahl 215.
Rechnet man die Dreiecksflächen zu
den Punkten, ist der Mittelpunkt das 6. Element. Die ersten 3 Zahlen (212, 213, 214), die man
z.B. den oberen 3
Punkten zuordnen kann, haben die ZS 5*48, der 6. FW 48 wird durch die 4. Zahl (215) geliefert.
Natürlich kann man 240 auch als 10*24 ansehen für 10 Elemente der DR. Dann ist die
Mittelpunktszahl 48 als 2
Mittelpunkte und als 11. und 12. Element zu verstehen.
6.
Die
Zahl 11 spielt eine weitere verbindende
Rolle: Jede der 3 Reihen enthält eine Primzahl, 113, 127, 211. Zusammen ergeben sie 451 = 11*41. Im FW 52 = 4*13 erscheinen wiederum die 3 gerade besprochenen Zahlen. Im
vollendeten Oktaeder gibt es 4
Doppeldreiecke zu je 13 Elementen.
Zählt man im DR-Kreuz nur einen Mittelpunkt, besteht es aus 21+20 = 41 Elementen. Das Produkt 3*41 ergibt die 3-stellige 123 aus den ersten 3
aufeinander folgenden Zahlen.
11*41 hat die Quersumme 7, 11*48 die Quersumme 14. Die beiden Summen verhalten sich wie 1:2 und ergeben zusammen 21.
7.
Die FS der ersten beiden Reihen besteht
aus dem Dreifachen der beiden Zahlen 119 und 127: 3*246 = 738 = 18*41. Die beiden Produktzahlen geben in den Einzelziffern die DM-Elemente
des äußeren und des inneren Kreises wieder. Das entsprechende Flächenverhältnis
ist 3:1.
8.
Die
Produkte 11*41
und 18*41
sind so zu verstehen: Numeriert man die die 9 DM-Elemente des Tetraktyssterns
vom Mittelpunkt aus von 1 bis 5, ergibt sich für den 5 Elemente des inneren Kreises die
Zahl 11 und die 4 Elemente des äußeren Kreisrings
die Zahl 18. Das entsprechende
Flächenverhältnis ist 1:2. Die doppelte Zahl 41 bezieht sich auf die 4+1 DM-Elemente des inneren wie des äußeren Kreises und gibt damit
das Verhältnis 1:3 wieder.
Zieht man die Summe
der beiden Produkte 1189
von 1477 ab, bleibt 288 = 6*48 = 3*96 übrig. Die Zahl 96 repräsentiert einen Oktaeder aus
den Elementen von 4
Rauten und 4 Doppeldreiecken. Wenn jede DR
sich mit jeder verbindet, kommen 3 Oktaeder zustande.
9.
Die
Zahlensumme der 3 Zahlenreihen beträgt 9*(115+125+215) = 9*455 = 13*5*7*9 = FW 13+18 = 31. Die FS der 3 Mittelpunktszahlen beträgt 28+15+48 = 91 = 7*13.
Da das Hexagon mit dem inneren Kreis aus 7 Punkten, der Tetraktysstern mit dem äußeren Kreis aus 13 Punkten besteht, wird durch die
beiden Zahlen das Flächenverhältnis 1:3 wiedergegeben.
Das interne FS:ZS-Verhältnis der drei Mittelpunktszahlen
beträgt 91*(1:4), das äußere 1:5. Die
beiden Verhältnisse sind als 5
DM- und 6 Radialelemente zu verstehen.
10.
Was
geschieht mit der 10. Zahl
jeder der 3 Zahlenreihen? Die FW von 120, 130, 220 sind 14+20+20 = 54. Zu der FS 1477 hinzugerechnet ergibt sich 1531, eine Primzahl. Die Zahl 15 ist die untere Konstitutive der
Zahl 31. Die beiden Zahlen repräsentieren
die Zahlenverhältnisse des Rahmes eines DR-Kreuzes:
|
|
1531 bedeutet hier
Verhältnis des Teils 15 zum Ganzen 31.
Erstellt: Februar 2007