Das trinitarische Prinzip 1 und 3

I. Das Flächenverhältnis der beiden Tetraktyskreise

1.      Der Tetraktysstern ist ein wesentliches Modell des Dezimalsystems. Dieses ist ein Abbild des einen Gottes in drei Personen. Die Einheit in der Dreiheit verwirklicht sich geometrisch, indem eine erweiterte Figur aus drei Einheiten konzentrisch ihre Ausgangsfigur aus einer Einheit überlagert. Es handelt sich dabei erstens um zwei konzentrische Kreise, zweitens um die Tetraktys, deren Seiten aus jeweils drei Maßeinheiten mit dem Hexagonrahmen je eine Maßeinheit gemeinsam haben:

Die Fläche des äußeren Kreises soll das Dreifache des inneren betragen. Der Beweis ist nach dem Satz des Pythagoras zu führen, der besagt, daß in einem rechtwinkligen Dreieck die Flächeninhalte der Kathetenquadrate gleich dem Flächeninhalt des Hypothenusenquadrats sind.

Der Radius des äußeren Kreises ist zweimal die Höhe (2h) eines gleichseitigen Dreiecks mit dem Längenmaß 1:

h² = 1-(1/2)²; h² = (4-1)/4; h² = ¾

h = Ö¾; h = 1/2Ö3; 2h = Ö3

Das Verhältnis der beiden Kreise ist

p : (Ö3)²p = 1:3

2.      Mit dem Flächenverhältnis 1:3 stimmen 13 Punkte des Tetraktyssterns überein.

3.      Es sind zwei Flächenverhältnisse zu berücksichtigen: die Fläche des Hexagons zum erweiterten Kreisring beträgt 1:2 und zum ganzen äußeren Kreis 1:3. Die Zahlen der beiden Flächenverhältnisse seien verkürzt die trinitarische Zahlen genannt. Sie besitzen Relevanz als zweistellige oder vierstellige Zahlen mit Umkehrungen in Additionen und Multiplikationen, z.B. 12+13 = 25; 12+31 = 43; 21*31 = 651; 2113.

4.      Die 5 Durchmesserelemente des Kreises begründen eine konzentrisch-komplementäre Zahleneinheit, d.h., den trinitarischen Zahlen 1 und 3 entsprechen komplementär 5 und 3 (mit Umkehrungen). Ein geometrisches Modell hierfür sind 3 Radialelemente des inneren Kreises und 5 Radialelemente des Doppelkreises:

5.      Ein Kreis besteht aus 3 Elementen: dem Mittelpunkt, dem Kreisbogen und der Kreisfläche. Den beiden trinitarischen Flächenverhältnissen entsprechen daher 5+6 = 11 Kreiselemente:

Die trinitarischen Zahlen erscheinen in den Faktorenwerten (FW), wenn man die Elemente des Kreises (E) und die entsprechenden Flächeneinheiten (F) zu zweistelligen Zahlen und deren Umkehrungen zusammensetzt :

 

 

 

 

FW

 

FW

E

5

6

56

13

34

19

F

3

4

65

18

43

43

 

 

 

 

31

 

62

31:62 = 31*(1:2) = 31*3

Die Doppelraute spiegelt die trinitarischen Zahlen spiegelsymmetrisch in 3+1+3 Punkten wider:

Auch die FW der Umkehrzahlen 122 und 221, dreistellige Zusammensetzungen der Elemente der beiden Tetraktyskreise, haben dasselbe Ergebnis: 63+30 = 93 = 3*(21+10) = 3*31.

II. Verhältnisse der Tetraktysseite

1.      Die Erweiterung des Hexagons zum Sechseckstern fügt jeder Segmentlinie zwei weitere Maßeinheiten hinzu. Dieser Erweiterungsvorgang stellt sich als Verhältnis 1:2 dar. Insofern aber Hexagon und Tetraktys zwei eigenständige geometrische Figuren sind, wird jede einzelne Segmentlinie überlagert von drei Maßeinheiten, wodurch sich ein Verhältnis 1:3 ergibt. Die beiden Verhältnisse geben gleichzeitig die Flächengrößen der beiden konzentrischen Kreise wieder, da sich die Maßeinheiten jeweils in deren Bereich befinden. Die Addition beider Verhältnisse ergibt entweder 2:5 oder 3:4.

Auf die Punkte allein bezogen, lauten die Verhältnisse 2:2 + 2:4, zusammen 4:6/4:6. Ihnen entsprechen wiederum die Flächenverhältnisse 2:5/3:4.

2.      Faßt man Segmentlinie + 2 Begrenzungspunkte zusammen, sind die Verhältnisse 3:4 und 3:7, zusammen 6:11 bzw. 7:10. Der Zahl von 17 Elementen entsprechen 7 Flächeneinheiten.

Man kann die Verhältnisse auch von den Erweiterungselementen her formulieren: 4:3 und 4:7, zusammen 8:10 bzw. 7:11. Die entsprechenden Flächenverhältnisse sind 2:1 und 2:3, zusammen 4:4 bzw. 3:5.

Es entsprechen somit 17+18 Elementen (Punkte und Linien) 7+8 Flächeneinheiten. Die beiden Verhältnisse Punkte zu Linien sind 10:7 und 10:8, zusammen 20:15.

III. Die Zahlen 14 und 17

1.      Im Zusammenhang mit der ORANDUM-Formel zeigte sich, daß die Zahlen 14 und 17, Zahlenwerte der Buchstaben OR, eine besondere Bedeutung für das SATOR-Quadrat haben. Es scheint, daß diese zwei Zahlen die eben behandelten beide Aspekte von Flächenverhältnis und Tetraktysseitenverhältnis zusammenfassen:

Die Zahl 14 ist zu verstehen als 7+7 Punkte der beiden Tetraktyskreise: jeweils 1 Mittelpunkt + 6 Punkte auf der Kreislinie. Auf diese Weise geben 14 Punkte 1+3 = 4 Flächeneinheiten wieder.

2.      Da 17 Elemente der Tetraktysseite 7 Flächeneinheiten bedeuten, entspricht den Zahlen 14 und 17 auf der Zehnerebene das Verhältnis 4:7 auf der Einerebene.

IV. 3:1 Punkte der Tetraktys

Wenn man die 3 Eckpunkte der Tetraktys zum Mittelpunkt in Beziehung setzt, kann man dies als Flächenverhältnis des äußeren Kreisrings zum inneren Kreis ansehen. 3:1 Punkte bedeuten dann 2:1 Flächeneinheiten. Die einzelne Flächeneinheit 1 des Hexagons wird repräsentiert durch dessen 6 Kreislinienpunkte mit oder ohne Mittelpunkt. In der numerierten Tetraktys erhält man so das Summenverhältnis 23:32 oder 23:37:

 

 

 

 

 

Erstellt: September 2001

Neu bearbeitet: Dezember 2010

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