PUBLIUS VERGILIUS MARO: 4. EKLOGE
D. Bedeutung der
Zahl 17 für die Textgliederung
I. Die Zahlen 37 und 26
II. Die
Faktorenwerte der Zeilen
III. Gliederungsfunktion
der Zahl 17
VI. Weiteres über die Zahlen 17 (R) und 5 (E)
E. Jungfräuliche Mutter des göttlichen Knaben
I. Die Zahlen 37 und 26
1. Ein erster Überblick über die
gematrische Struktur der 4. Ekloge folgt im Anschluß an Text
und Übersetzung des Gedichts: Die Zahlensumme (ZS) der 63 Zeilen
beträgt 25347 = 3*7*17*71.
Eine deutliche Gliederung zeigt
sich nach der 26. Zeile
mit der ZS 10200. 26:37
Zeilen bilden das ZS-Verhältnis 51*(200:297) = (3*17)*(71*7).
Wenn man die Einzelzahlen der beiden Produkte entsprechend auffaßt, sind sie
auf die Tetraktys und die Doppelraute (DR)
beziehbar: Von jeder Ecke des Tetraktysdreiecks ist eine fischförmige Figur aus
je 17 Elementen erkennbar:
|
|
Das Produkt 71*7 kann den Rahmen der DR aus 7+1+7
Elementen kennzeichnen:
|
|
2. Die Umkehrzahl 71 läßt sich bilden aus 3+17 = 20 + 3*17
= 51.
Die Zahlen 3 und 17 sind als zusammengesetzt zu denken aus 1+2 und 9+8.
Auf der Skala der Grundzahlen von 1-9
verhalten sich die beiden Zahlenpaare somit komplementär zueinander.
Die Zahlen 3 und 17 sind
an der Zahl 37 auf zweierlei Weise beteiligt:
Erstens, den Zahlen 1+2 entsprechen komplementär auch 10+9 (und 11+10).
Die fortlaufende Addition der Zahlen 1-9 und
1-10 ergibt die ZS
45+55 = 100. Die entsprechenden Faktorensummen
(FS) sind 39+46
= 85.
Das interne FS:ZS-Verhältnis, d.h. das Differenzverhältnis zwischen
FS und restlicher ZS
ist 5*(17:3), das externe Verhältnis 5*(17:20).
Zweitens, jedes Quadrat mit Symmetriemittelpunkt
besitzt, potentiell oder intendiert, 4
Achsen. In seiner Basisgestalt besteht eine Achse aus 5
Elementen, den Durchmesserelementen eines Kreises vergleichbar. Zählt man nur
einen Mittelpunkt, reduziert sich die Zahl der Elemente von 4*5 = 20 um 3 und es bleiben 17 übrig.
Die Addition dieses Doppelaspekts 20+17
ergibt 37.
3. Die Faktorenwerte (FW) von 17+20
sind 17+9 = 26.
Vergil setzt also die Zahl 63 aus der ZS+FS der Zahlen 20 und 17
zusammen, wobei die Zahl 3 eine
Verbindungsrolle spielt. Die 3 Doppelrauten des Tetraktyssterns stehen
ja für eine Gemeinschaft von 3 göttlichen
Personen.
Den Zahlen 17 und 20
entsprechen die Buchstaben R und V/U. Wir finden sie in den Initialen von REDIT VIRGO, in VIRGO selbst und in SATURNIA (Z.6).
Vor allem das
genannte externe Verhältnis 5*(17:20) ist von
Bedeutung. Die Einzelzahlen des Ausdrucks entsprechen den Buchstaben ERU, die in den beiden Anreden PARVE PUER
(Z. 60 u. 62) enthalten sind.
Eine weitere
Buchstabenumstellung ergibt das Wort VER
– Frühling: Mit der Geburt des göttlichen
Knaben kommt der Anfang, der Frühling, einer neuen friedlichen Ära der
Menschheitsgeschichte.
4. Eine weitere Begründung der Zahlen
26 und 37
leitet sich von der Tetraktys ab: Diese besteht gewissermaßen aus drei
Stockwerken, 3 Ebenen, von denen die erste
aus dem einfachen Dreieck besteht, welches dann jeweils um eine Maßeinheit
erweitert wird. Insofern jedes Dreieck seine Eigenberechtigung hat, kann man
die Elemente der 3 Dreiecke fortlaufend
addieren: (7+19) = 26 + 37 = 63.
Die Aufaddierung der Elemente der drei Dreiecksebenen stellt die Verbindung zu
den drei DR her, der zweiten Tetraktys
entspricht die Verdoppelung der DR auf
sechs, um drei Oktaeder
zusammenzufügen.
II.
Die Faktorenwerte der Zeilen
1. In seine Zahlenkonstruktion
bezieht Vergil die FW der Zeilen-ZS ein. Die FS ist
eine erstaunlich runde Zahl: 8500.
Es handelt sich um das Hundertfache der ZS
der Zahlen 1-9, 1-10,
wie oben dargelegt. Der FW von 17*500 ist 17+(5+7+7)
= 17+19 = 36, verbindet also die Zusammensetzungen 9+8 und 10+9.
2. Die ZS
der 63 Zeilen 25347
= 17*1491 wird durch die FS auf 17*1991 erweitert. Die Zahl 1991 hat als Teiler die Primzahl 181, die eine Gliederung der 10 Maßeinheiten des Dezimalsystem
angibt. Beide Umkehrzahlen weisen auf einen neuen Umlauf des großen
Weltenjahres hin. Die Umkehrzahlen 191 und 181 lassen sich in einem Kreismodell darstellen:
|
|
Der Übergang von einem Umlauf zum
nächsten wird durch die Zahl 101
gekennzeichnet, die weiter unten noch in Erscheinung tritt.
Die ZS+FS 25347+8500 = 33847
mit den Faktoren 11*17*181
zeigt eine Parallele in den drei mittleren Versgruppen (4,5,6) mit 8+11+9 Zeilen.
Der FW
der Gesamtsumme 17*1991 = 17*11*181 ist 11+198
= 11*(1+18) = 11*19
= 30. Die Zahlen 11
und 19 beziehen sich besonders auf den
Doppelaspekt von 5 Durchmesser- und 6 Radialelementen, die, um eine Maßeinheit
erweitert, sich auf 9 und 10 erhöhen. Es läßt sich am besten an einem
Achsenkreuz zeigen:
|
|
Da sich die Flächen
der beiden konzentrischen Kreise
des Tetraktyssterns wie 1:3 verhalten, wird
durch die Zahlen 11 und 19 die Einheit der drei göttlichen Personen
gekennzeichnet.
3. Die Teilung der FS legt Vergil nach Zeile 31
fest, unmittelbar vor der Symmetriemitte Zeile 32.
Entsprechend dieser mittigen Ausrichtung bilden auch die Teilungszahlen eine
Mitte, und zwar die Konstituenten der Zahl 500:
17*(251:249), wobei die größere Teilungszahl
zur kleineren Zeilenzahl gehört.
Man wird wohl die
beiden Teilungen miteinander verbinden und so 17*(600+251) = 17*851 = 17*(23*37) erhalten. Die Zahl 851
ist eine Umkehrung von 185, beide teilbar
durch 37 nach einer Regel, die nur die Zahl
37 betrifft, indem zweimal die vorderste Stelle nach hinten rückt: 185 = 5*37, 851 = 23*37, 518 = 14*37; dasselbe
gilt für die Zahlen 148, 259, 296. Die Differenz ist jeweils eine Neunerzahl.
Die Zahl 37 bezieht sich auf die 37 Elemente der Tetraktys, die Zahl 18-5 auf die Summe der numerierten Eckpunkte 1+7+10 = 18 + 5
des Mittelpunktes = 23. Den
Zahlen 5+18 entspricht die Verbform ES – Du
bist, die als Teiler der Zahl 851
erfüllt ist, während sie etwa in 518 nur in
zusammengesetzter Form vorhanden ist.
4. Auch die beiden Zeilen 26 und 31 sind
in Verbindung zu bringen. Aus 26 Elementen besteht der Oktaeder, aus 21 Ziffern die Zahlen von 1-0
und 1-10. Der Zahl 21
entspricht die Buchstabenverbindung AV,
der Differenz 5 das E. Verbindet man diese Buchstaben mit dem – oben
dargelegten – Verhältnis 5*(17:20), erhält
man AVE VER – Sei gegrüßt, Frühling (der neuen Friedensära). Die
Zahl 31 kommt durch das Zahlzeichen V = 5
zustande, das zu 26 hinzuzufügen ist.
III.
Gliederungsfunktion der Zahl 17
1.
Die
Bedeutung der Zahl 17 sowohl in der ZS als auch der FS
der 63 Zeilen läßt es zweckmäßig erscheinen,
die Werte tabellarisch aufzuführen:
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15 |
16 |
17 |
18 |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
|
321 |
459 |
426 |
336 |
408 |
391 |
385 |
421 |
379 |
358 |
368 |
391 |
447 |
431 |
371 |
427 |
456 |
430 |
381 |
379 |
376 |
358 |
367 |
345 |
413 |
|
110 |
26 |
76 |
18 |
26 |
40 |
23 |
421 |
379 |
181 |
31 |
40 |
152 |
431 |
60 |
68 |
28 |
50 |
130 |
379 |
53 |
181 |
367 |
31 |
66 |
|
26 |
27 |
28 |
29 |
30 |
31 |
32 |
33 |
34 |
35 |
36 |
|
376 |
483 |
367 |
435 |
373 |
435 |
470 |
426 |
457 |
346 |
477 |
|
53 |
33 |
367 |
37 |
373 |
37 |
54 |
76 |
457 |
175 |
59 |
|
37 |
39 |
40 |
41 |
42 |
43 |
44 |
45 |
46 |
47 |
48 |
49 |
50 |
51 |
52 |
53 |
54 |
55 |
56 |
57 |
58 |
59 |
60 |
61 |
62 |
63 |
|
|
361 |
386 |
393 |
453 |
518 |
350 |
396 |
360 |
451 |
414 |
363 |
399 |
414 |
397 |
527 |
409 |
382 |
451 |
443 |
491 |
370 |
308 |
303 |
398 |
395 |
404 |
342 |
|
38 |
195 |
134 |
154 |
46 |
19 |
21 |
17 |
52 |
31 |
25 |
29 |
31 |
397 |
48 |
409 |
193 |
52 |
443 |
491 |
44 |
22 |
104 |
201 |
84 |
105 |
27 |
Die 9
Untergliederungen des Textes sind konzentrisch angelegt. In der folgenden
Tabelle wird die Zahl der einzelnen Versgruppen in der ersten Zeile kursiv
angegeben. Die ZS+FS
der einzelnen Zeilengruppen sind:
|
3 |
7 |
7 |
8 |
11 |
9 |
7 |
7 |
4 |
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
|
1206 |
2678 |
2891 |
3049 |
4645 |
3668 |
2923 |
2748 |
1539 |
|
212 |
1088 |
810 |
1257 |
1721 |
676 |
970 |
1349 |
417 |
|
1418 |
3766 |
3701 |
4306 |
6366 |
4344 |
3893 |
4097 |
1956 |
2.
Die
9 Versgruppen und ihre ZS+FS sind auf
unterschiedliche Weise durch die Zahl 17
miteinander verbunden. Jeweils zwei aufeinander folgende Gruppen gehören
zusammen, wie die unterste Tabellenzeile farblich zeigt. Die 3+4 Verse der Gruppe 1 und 9
bilden eine Einheit. Weiterhin gehören die ungeraden Folgen und die geraden
zusammen, sodaß einander 5:4
Versgruppen (VG) gegenüberstehen, denen die
Numerierungssummen 23 und
22 entsprechen. Die
unterschiedlichen Teilungsmöglichkeiten durch 17
lassen sich folgendermaßen darstellen:
|
VG |
ZS |
FS |
sm |
VG |
ZS |
FS |
sm |
|
|
1 |
1206 |
212 |
|
|
5 |
4645 |
1721 |
|
|
9 |
1539 |
417 |
|
|
6 |
3668 |
676 |
|
|
2 |
2678 |
|
1088 |
|
– |
– |
– |
|
|
sm |
5423 |
629 |
1088 |
|
|
8313 |
2397 |
|
|
*17 |
319 |
37 |
64 |
420 |
|
489 |
141 |
630 |
|
VG |
ZS |
FS |
sm |
VG |
ZS |
FS |
sm |
VG |
ZS |
FS |
sm |
|
3 |
2891 |
810 |
3701 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4 |
3049 |
1257 |
4306 |
7 |
2923 |
970 |
3893 |
8 |
2748 |
1349 |
4097 |
|
sm |
5940 |
2067 |
8007 |
|
|
|
3893 |
|
|
|
4097 |
|
*17 |
– |
– |
471 |
|
|
|
229 |
|
|
|
241 |
|
471 |
470 |
||||||||||
In der oberen
Tabelle sind 5 Summen, in der
unteren 3 Summen durch 17 teilbar. Die beiden oberen Gesamtsummen 420 und 630 (die mit 17 zu
multiplizieren sind) entsprechen der FS 42 und
der ZS 63 des
Begriffs VESTA. Die beiden unteren Summen 471 und 470 sind angrenzende Konstitutivzahlen ihrer
Summe 941, einer
Primzahl.
Vergil geht es hier
offensichtlich um eine komplementäres Gleichgewicht in zweifacher Hinsicht: Der
Tetraktysstern enthält die zwei unterschiedlichen Figuren der Tetraktys und der
Doppelraute. Die 941 ist die komplementäre
Umkehrung der Zahl 149, deren Einzelziffern
die Aufaddierung der 9 Tetraktysdreiecke
bedeuten. Das angekündigte Zeitalter ist ein Gegengewicht zum vorhergehenden
und gleicht die Schuldhaftigkeit der Menschheit aus durch ein Zeitalter der Friedens.
Auch die untere Tabelle weist die
Zahl 630 als Hinweis auf das Prinzip VESTA auf. In diesem Fall ist es die Summe der FW aus den 3
Gesamtsummen:
|
|
471 |
241 |
229 |
sm |
|
FW |
160 |
229 |
241 |
630 |
3.
Es
zeigt sich, daß die durch 17 geteilten 8 Summen der zwei Versgruppen (G) wiederum durch 17
teilbar sind:
|
G1 |
319 |
37 |
64 |
489 |
141 |
sm |
|
FW |
40 |
37 |
12 |
166 |
50 |
305 |
|
G2 |
471 |
|
|
229 |
241 |
|
|
FW |
160 |
|
|
229 |
241 |
630 |
|
305:630 = 5*(61:126) |
935 |
|||||
|
935=5*11*17= 85*11=55*17 |
|
|||||
Zu dem Ergebnis 55*17 ist
noch der zunächst außer acht gelassenen Faktor 17 8-mal
hinzuzufügen, sodaß sich die FS auf 63*17 erhöht. Es wird so die numerierte
Tetraktys mit den 3*21 Elementen der drei DR verknüpft. Außerdem erhält jede der 63 Zeilen der Ekloge den Stempel 17 aufgeprägt.
1. Den Namen VESTA
mit dem ZW 63 scheint Vergil in den
Versgruppen 1, 9, 2 thematisiert zu haben.
Denn Teilbarkeit durch 17 ist erst durch die
Addition der 3 ZS möglich, während sie für die FS im Verhältnis 2:1 durchführbar ist (1+9, 2).
Unter anderem kann diese Zahlenkonstellation als Hinweis auf die 3*21 Elemente der 3 DR verstanden werden.
Die drei Versgruppen aus 14 Zeilen bilden die Zahl der Elemente, die über
die 49 Elemente des Tetraktysstern
hinausgehen, um 63 Elemente der 3 DR zu ergeben.
2.
Die
nach der Teilung durch 17 verbleibenden
Produktzahlen der beiden FS sind 37+64 = 101. Die Einzelziffern beider Zahlen ergänzen sich zu 10 und sind so auf die Punkte von 2 Tetraktys
beziehbar. Beide Zahlen sind – in ihren Einzelziffern– vergleichbar mit der ZS 55 und FS 46
der Zahlen 1-10. Die Addition beider
Zahlenpaare ist 101. Die
Null ist, wie die oben besprochene Grafik zeigt, die Nahtstelle eines
kreisförmigen Umlaufs der Zahlen 1-10. Die
Null (das fehlende römische Zahlzeichen) ist als Punkt, die zweimal 1 als erste und letzte
Maßeinheit eines Umlaufs zu verstehen.
3.
Unter
den 9 Versgruppen ist als einzige der ZS und FS die FS 1088 = 64*17 der zweiten
Versgruppe (Z. 4-10) einzeln durch 17 teilbar. Auch die Quersumme dieser Zahl beträgt
17, und die Addition 10+88 = 98 zeigt ihre Zusammensetzung
aus 9+8. Der Grund für diesen Zusammenhang
kann darin liegen, daß der FW von 9 und 8 jeweils
6 beträgt und die Zahl 64 die Potenz 26 ist. Eine weiterer Grund
wird unter V.
angeführt.
9+8 hat also die ZS 17 und FS 12,
die den ZW der Buchstaben RM entsprechen und z.B. die Konsonanten des Namens
ROMA bilden. Aus 29 Elementen besteht der Rahmen eines
Doppelrautenkreuzes, das zu einem Oktaeder zusammengefügt werden kann. Es zeigt
sich dabei eine Aufteilung in 17 Elemente der Hexagonkomponenten und 12 Erweiterungslemente.
1.
Die
Erklärung für die durch 17 teilbare
Einzelsumme 1088 findet man in Zeile 6, die zur zweiten Versgruppe gehört:
Iam REDIT et VIRGO, redeunt Saturnia regna
Jetzt kehrt auch die Jungfrau, kehrt
Saturnus' Reich wieder
In dieser Zeile
fällt die dreimalige Anfangssilbe RE auf, hinzukommen beide Buchstaben weitere zwei Male. Die Multiplikation 5*17 für fünfmaliges R
weist für sich bereits auf die Buchstaben ER
hin. Sie legen in besonderer Weise eine Umkehrung, Rückkehr oder Wiederholung
nahe, was sich semantisch mit dem Präfix RE
– wieder deckt. (Fortsetzung der Z.6 ab 8.)
2.
Die
Zahlen 8 und 9,
die ja konstitutiv für 17 sind zeigen in
ihren Potenzen eine Umkehrung: 2³
und 3². Die Addition ergibt
jeweils 5.
Numeriert man den DR-Rahmen getrennt nach Punkten und Linien, führen
die Zahlen 9 und 8
zu ihrem jeweiligen Ausgangspunkt zurück:
|
|
Die ZS+FS der Zahlen 1-8 und 1-9, 81 und 72, sind
auch von den gegenüberliegenden Liniennummern der ersten DR ablesbar. Das FS:ZS-Verhältnis 9*(8:9) führt zu den Ausgangszahlen 8 und 9 zurück.
Die ZS+FS
beider Zahlenreihen ist also 9*17 = 153,
dieselbe Summe, die die ZS der Zahlen 1-17 allein ergibt.
Die Zahl 153 ist berühmt geworden durch
die 153 Fische, die sich nach dem Bericht
des Evangelisten Johannes (21,11) im Fischernetz befanden. Es sei daher eine
kurze Abweichung gestattet: Den Produktzahlen 9
und 17 entsprechen die Buchstaben IR. Sie sind in umgekehrter
Reihenfolge in VIRGO MARIA
– die Jungfrau Maria enthalten. Marias
Jungfräulichkeit ist zur Wende für die Menschheit geworden, da sie erwählt
wurde, den Sohn Gottes in ihrem Schoß zu empfangen.
Die ZS+FS der beiden
Wörter ist (67+40)+(48+32)
= 107+80 = 187 = 11*17.
Die ZS+FS
der Buchstaben IR ist 26+23 = 49, verdoppelt 98.
Somit ergeben 4:6
Buchstaben die Umkehrwerte 98:89.
Zählt man die
Buchstabenfolge der beiden Wörter von 1-10,
nehmen die Buchstaben IR und RI die Positionen 23
und 89 ein.
3.
Die
Zahlen 2-3 und 8-9
sind in der numerierten Tetraktys aufeinander bezogen:
|
|
Die Grafik zeigt
zwei vertikale, sich in ihren Scheitelpunkten kreuzende Dreiecke aus 13 Elementen, 5
Punkten, 6 Linien und 2 Flächen. Stellt man die Linien und Flächen
addiert voran, erhält man die Zahl 85 = 5*17/17*5 = ER/RE.
Offensichtlich verbindet man mit RE die
vollständige Umfahrung des Rahmens der sanduhrförmigen Figur. Mit der 2 beginnend, gelangt man in Z-Form bis zur 9.
und kann die Umfahrung sofort zu 2 und 3 abschließen oder bei 9
neu einsetzen und in Gegenrichtung zum Ausgangspunkt 2
gelangen. Die Umfahrung kann auch bei der 3
beginnen. Die Zahlenfolgen 238 und 329 können als Gleichungen 2³ = 8 bzw. 3² = 9 angesehen werden.
Die 2+2 Zahlen ergeben durch diagonale Addition 2+9 = 11 und 3+8 =11
je zwei Einzelziffern und in der Addition 22
wiederum 2+2.
Die Addition der
Zahlen 23+89 ergibt 112,
die die Flächenverhältnisse der beiden konzentrischen Kreise wiedergibt: 1 Flächeneinheit für den
Hexagonkreis und 1+2
Einheiten für den inneren Kreis und den äußeren Kreisring. Auch diese Addition
führt zu einer Gesamtheit 4.
4.
Bei
einer durchgehenden Umfahrung werden 8
Punkte und 7 Linien betroffen, bei zwei
getrennten Halbdurchgängen jeweils 5 Punkte
und 4 Linien. Die Additionen ergeben 15+18 = 33. Dies entspricht der übrigen
Numerierungssumme: 4+5+6 = 15, 1+7+10 = 18.
Das herausgelöste vertikale
Doppeldreieck läßt eine formale Gliederung der Tetraktys in 3+2 Zahlenebenen. Weist man jeder Ebene ihre
Nummernanzahl zu, ergibt sich 132 und 22 sowie die Umkehrung 231
und wiederum 22. Jede Zahl ist durch 11 teilbar: 11*(12+2) und 11*(21+2) = 11*37.
Dies sind einige
Zusammenhänge, die die Tetraktys als eine Quelle für die Silbe RE nahelegen.
5.
Die
Zahl 64 läßt sich aus der
Numerierung der dritten Tetraktysebene bilden. Analog zu 23 kann von der Zahl 6
eine Umfahrung bis zur 9 erfolgen. Die FW der Zahl 64
und ihrer Umkehrung 46 sind 12+25 = 37. Dabei stellt die Zahl 12 die 3*4
Erweiterungselemente des Hexagon zur Tetraktys dar.
Auf diese Weise besteht ein Zusammenhang der FS
17*(37+64) = 17*101 der 2+1
Versgruppen.
Daneben zeigt die
Zahl 64 die eben behandelte Gliederung in 6+4 Zahlen der Tetraktys an.
6.
Die
Zahlen 8+9 als Summanden der Zahl 17 hat Vergil betont, indem er die FW der drei mit 17
zu multiplizierenden Summen zur Summe 89
machte:
|
|
319 |
37 |
64 |
sm |
|
FW |
40 |
37 |
12 |
89 |
7.
Einen
deutlichen Bezug zu dem vertikalen Doppeldreieck ist schließlich in der ZS 391 = 23*17 = FW 40
des 6. Verses zu sehen. Die Umkehrungen 391 und 319
stellen die Aufteilung der 13 Punkte der
Tetraktys dar, der FW ist jeweils 40.
8.
Das
fünfmalige Vorkommen der Buchstaben RE in
der 6. Zeile ergibt die ZS 5*22 = 110. Genauso hoch ist die FS. Es zeigt sich, daß die ZS+FS der Wörter REDIT VIRGO ebenso 220 beträgt:
|
|
ZS |
FS |
|
|
REDIT |
54 |
51 |
105 |
|
VIRGO |
67 |
48 |
115 |
|
|
121 |
99 |
220 |
Die ZS und FS sind
durch 11 teilbar: 11*(9:11), die
Gesamtwerte jedes Wortes durch 5: 5*(21:23).
Jeder der 10 Buchstaben hat also den
Durchschnittswert 22 = RE.
Jede Rückkehr kann mit einem Kreisumlauf
verglichen werden. Der Tetraktysstern bietet hierfür die Zusammenführung zweier
DR zum Oktaeder. Doch auch die beiden Enden
einer einzelnen DR können miteinander
verbunden werden. Dies ist bei 10 Buchstaben
möglich, wenn die Punkte in 8-förmiger
Umfahrung besetzt werden:
|
|
Die Aufteilung der 10 Buchstaben in 4+6
ergibt das ZS+FS–Verhältnis
22*(4:6). Der durchschnittliche Wert je Buchstabe
ist so gewahrt.
Auch die jeweils 5 Buchstaben der unteren und oberen Raute bilden
ein Zahlenverhältnis:
|
|
ZS |
FS |
|
|
RED-RG |
50 |
50 |
100 |
|
IT-VI-O |
71 |
49 |
120 |
|
100:120 = 20*(5:6) |
|||
In der unteren Raute
befinden sich nur Primzahlen, in der oberen sind die FW
der Buchstaben VII-O um 17+5 = RE
niedriger als die ZW. Durch
Buchstabenumstellung erhält man – etwas kurios – den Dativ IOVI – dem Iuppiter.
Die 4 Buchstaben der Horizontalpunkte ergeben das Wort
IURE – mit Recht.
Mit VIRGO ist ASTRAEA
bzw. IUSTITIA, die Göttin der Gerechtigkeit,
gemeint. Im goldenen Zeitalter weilten die Götter auch unter den Menschen. Im
eisernen verließ Astraea als letzte die Erde:
Virgo caede madentis
ultima caelestum terras Astraea reliquit. Ovid Met.1,149f.
Als letzte der Himmlischen verließ
die Jungfrau Astraea die von Mord triefende Erde.
Im neuen Zeitalter
wird Gerechtigkeit herrschen und Astraea kann zurückkehren.
REDIT
VIRGO könnte im
heilsgeschichtlichen Sinn auch auf MARIA
angewendet werden. Sie wird häufig zu EVA in
Beziehung gesetzt, die durch Ungehorsam Schuld auf sich gezogen hat. Maria wird
als neue EVA bezeichnet und ist so die wahre
Jungfrau, die den Ungehorsam Evas wiedergutmachte.
Die oben
gezeigte Beziehung zwischen 17 und 20 zeigt sich in den Initialen von REDIT VIRGO.
REDIT hat denselben ZW 54 wie MATER. Wenn also der Text
lautet REDIT
ET VIRGO,
kann Vergil in verhüllter Weise ausdrücken MATER ET VIRGO – MUTTER UND JUNGFRAU.
VI.
Weiteres über die Zahlen 17 und 5
1.
Wenn
die drei Doppelrauten die Gemeinschaft von drei göttlichen Personen darstellen,
gilt für sie die Zahl 3 als Addition von 1+2. Den Zahlen 9+8
wurde eingangs eine komplementäre Funktion zugeschrieben. Also bezeichnet die Zahl
17 die göttliche
Dreieinigkeit.
Als komplementäre
Zahlen haben jedoch ebenso die Zahlen 10+9 = 19 und 11+10
= 21 zu gelten.
Dennoch kommt der Zahl 17 bzw. den Zahlen 9+8 eine gewisse Fixierung und Normierung zu. Oben
wurde z.B. die Numerierung des DR-Rahmens
angeführt. Weiterhin erweist sich 17 als
fixe Größe durch die Addition der 7
Hexagonpunkte und der 10
Punkte der Tetraktys, die eine Erweiterung des Hexagons darstellt. Außerdem
besteht ein Achsenkreuz mit 2
radialen Maßeinheiten aus 17
Elementen.
2.
Betrachtet
man also 9+8 als fixe Größen, sind ihre
komplementären Entsprechungen von 10+9 und 11+10 aus gesehen 2+3
und 3+4.
|
a |
b |
c |
a |
b |
c |
sm |
|
|
|
11 |
|
|
1 |
|
|
|
10 |
10 |
|
1 |
2 |
|
|
31 |
4 |
35 |
||||
|
9 |
9 |
9 |
1 |
2 |
3 |
6 |
|
8 |
8 |
8 |
2 |
3 |
4 |
9 |
|
51 |
|
|
|
15 |
||
Die Zahl 10 bildet die Mitte der drei komplementären
Obergrenzen, deshalb sind die Zahlen 2 und 3
die Entsprechungen zu 9
und 8, wie die numerierte
Tetraktys gezeigt hat.
Durch Addition
erhält man die Umkehrzahlen 15 und 51, die durch 3
gekürzt 5+17 ergeben.
Stellt man die
Zahlen 6+9 als 69
dar und bildet ein Zahlenverhältnis mit 51,
ergibt sich 3*(23:17).
Auch dieser Zusammenhang mag sich in den Faktoren 23*17
der Tetraktysstern-Zahl 391 ausdrücken, der ZS der Zeile 6.
Die Zahlen 6 und 9 passen zum Hexagon,
dessen 3 Achsen aus 6 Linien und 9 (7) Punkten besteht. Numeriert man die 5 Elemente einer Achse von links nach rechts, läßt
sich für die obere Kreislinienhälfte die Zahl 15
und die untere die Zahl 51 bilden:
|
|
3.
Nun
ist wohl zu unterscheiden zwischen den göttlichen Personen selbst und ihren
Eigenschaften und ihrem Wirken. Die Kreislinie symbolisiert einerseits die
Ewigkeit Gottes, andererseits die Ordnung seiner Schöpfung, die abbildhaft
seinem Wesen entspricht.
In der 4. Ekloge
geht es um zwei Themen: den Beginn eines neuen Umlaufes des großen Weltenjahres
(incipient magni procedere menses Z.12) und die Geburt eines Knaben, der der
Welt den Frieden bringen wird.
Iam nova progenies caelo
demittitur alto
Schon wird ein neuer Nachkomme vom hohen Himmel herabgeschicht.
(Z.7)
Der Knabe hat
göttlichen Rang, daher gebührt ihm die Zahl 17
im gesamten Gedicht. Er kommt jedoch mit dem Beginn eines neuen Zeitalters.
Daher ist er mit dem Attribut 5+17
ausgestattet. Die Alliteration PARVE PUER enthält in Umkehrform die
Buchstaben RE und ER.
Damit wird gekennzeichnet, daß die Geburt des göttlichen Kindes mit dem Beginn
eines neuen Zeitalters zusammenfällt.
Oben wurden bereits die Buchstaben
EUR aus dem Modell 1-9,
1-10 entnommen. Nun ist noch das P
hereinzunehmen, dessen ZW 15 ist. Die Zahl 15 ist – wie erwähnt – auf die drei Hexagonachsen
zu beziehen sowie auf die 15 Elemente des
DR-Rahmens. Von größerer Bedeutung dürfte auch hier die numerierte Tetraktys
sein, die im SATOR-Quadrat berücksichtigt ist:
|
|
Der innere Rahmen
besteht aus den umlaufenden Buchstabenfolgen PER
und REP(E), worin man die Bedeutung
zeitliche Dauer und Wiederholung erkennen kann. Nach den oben gemachten
Ausführungen ist die Zahl 5 wohl nicht auf
den Mittelpunkt zu beziehen, sondern zusammengesetzt aus 2+3 zu denken. Die 2+2
vertikalen Punkte werden gequert durch die Mittelachse, die mit 4+5+6 = 15
numeriert ist.
In PARVE PUER sind also in bedeutungsvoller Wiederholung die
Buchstaben PER als göttliche Attribute
enthalten. Zählt man die Buchstabenpositionen der beiden Wörter fortlaufend,
ergeben die ersten 4 die Summe 23, die letzten beiden 17.
Wieder sei an die ZS 391 = 23*17 der Zeile 6 erinnert.
4.
Es
liegt nahe anzunehmen, daß Vergil die Zeilen 6, 60,
62 als zusammengehörig gestaltet hat:
|
|
E |
R |
ZS |
FS |
FW |
FW |
|
|
iam redit et Virgo, redeunt Saturnia regna, |
5 |
5 |
391 |
326 |
40 |
165 |
922 |
|
Incipe, parve puer, risu
cognoscere matrem |
6 |
5 |
398 |
295 |
201 |
64 |
958 |
|
incipe, parve puer: qui non risere parenti, |
6 |
5 |
404 |
305 |
105 |
66 |
880 |
|
|
17 |
15 |
1193 |
926 |
346 |
295 |
2760 |
|
|
|
|
2119 |
641 |
|
||
17 E bedeuten die Buchstaben RE, 15
R die Buchstaben PR.
Die Multiplikationsergebnisse 17*5 = 85 und 15*17 = 255 ergeben das Verhältnis 17*5*(1:3) = 17*5*4.
Den Faktoren entsprechen die Buchstaben RE-D,
die ersten drei Bestandteile des Verbs redire
– zurückkehren.
Die ZS+FS 2119 zeigt, daß nun auch die Zahlen 19 und 21 zum
Zug kommen. Wenn man die Zahl 21 als 20+1 versteht, ergibt sich die Buchstabengruppe VAT als Bestandteil des Dezimalmodells VESTA, das durch Buchstabenumstellung zu VATES – Seher, Dichter
ergänzt werden kann. Vergil versteht sich als Prophet und göttliches Werkzeug.
Durch eine andere
Buchstabenfolge erhält man eine wesentliche religiöse Aussage: TAU ES – Du bist das
TAU. TAU ist die griechische
Bezeichnung für T, besteht aber aus 3
Buchstaben und kennzeichnet so drei göttliche Personen, obwohl dies das T allein auch leistet.
Bestätigt wird die Bedeutung des T (19) durch die Verrechnung der ZS der drei Zeilen und ihren FW:
|
|
|
|
|
sm |
FW |
|
ZS |
391 |
298 |
404 |
1193 |
1193 |
|
FW |
40 |
201 |
105 |
346 |
175 |
|
sm |
|
|
|
1539 |
1368 |
|
1539:1368=9*19*(9:8) |
|||||
Die Zahl 17 erscheint wieder in der Aufteilung 9+8. 1539 ist
gleichzeitig die ZS der letzten Versgruppe 60-63.
Die Bedeutung der
Zahl 19 an dieser Stelle ist besonders
bedingt durch den ZW 57 = 3*19 sowohl von PUER
als auch von PATER.
Erstellt: April 2009