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153 Fische im Johannesevangelium 21,11
A. Einführung
I. Die biblische Situation
II. Bisherige Deutungen
B. Trinitarische Grundlagen der Zahl 153
I. Doppelkreis des
Tetraktyssterns
III. Deutung der Fische
A. Einführung
I. Die biblische Situation
1.
Über die Zahl der 153 Fische,
die Johannes im Schlußabschnitt seines Evangeliums erwähnt, gibt es seit den
ersten Jahrhunderten Überlegungen und Lösungsvorschläge. Was hat den Evangelisten
bewogen, diese exakte Zahl zu überliefern?
2.
Daß die Fische eines Fanges gezählt wurden, dürfte
gängige Praxis gewesen sein, da von ihrer Zahl die Einnahmen abhingen, außerdem
der Fang steuerpflichtig war und wohl auch aufgeteilt wurde. Das Wunder, das
Jesus gewirkt hatte, gab der Zählung ein zusätzliches Gewicht. Es handelt sich
um ein dreifaches Wunder: Erstens, im Netz befinden sich ungewöhnlich viele
Fische, zweitens, es sind große Fische und drittens, das Netz zerreißt nicht.
Jeden Fachkundigen wird die Angabe der genauen Zahl beeindrucken und womöglich
von dem außergewöhnlichen Ereignis überzeugen.
Obwohl
es also einige plausible Gründe gibt, weshalb Johannes die Anzahl der Fische
überliefert, können wir annehmen, daß er und andere mit der Zahl 153 eine besondere Bedeutung verband, aber welche, können wir
nicht zuverlässig wissen. Auch in der Apokalypse, deren Autorschaft dem
Evangelisten und Apostel Johannes zugesprochen wird, spielt Zahlensymbolik eine
bedeutsame Rolle.
II. Bisherige Deutungen
1.
Der Kirchenvater Hieronymus (347-420) erwähnt in
seinem Kommentar zu Ezechiel 47,10-11,
daß es nach Auskunft griechischer Zoologen 153
verschiedene Fischarten gebe. Daß genau diese Zahl auch Johannes und seinen
Fischerkollegen bekannt gewesen sein sollte, ist wenig wahrscheinlich.
2.
Kyrillos von Alexandrien, Bischof und Kirchenlehrer
(?-444), teilt die Zahl 153 in 100, 50 und 3 auf und
weist sie den Heiden, dem Volk Israel und der göttlichen Dreifaltigkeit zu.
3.
Der Kirchenvater Augustinus (354-430) stellte die
Zahl 153 auf eine mathematische Grundlage. Er erkannte, daß
die Summe der Zahlen 1-17 153 beträgt. Die Zahl 17 teilte er
auf in die 10 Gebote und die 7 Gaben des Heiligen Geistes. Die
Apostelgeschichte führt 17 Namen von Volksgruppen
an, die das Ereignis von Pfingsten erlebten.
4.
Beachtenswert ist auch, daß die dritte Potenz der
Einzelziffern der dritten Potenz 153
ergeben: 1³+3³+5³ = 153. Die dritte Potenz von 1 ist eine geeignete Dreifaltigkeitsformel.
5.
Dem Mathematiker und Erfinder Archimedes (285-212
v.Chr.) wird das "Maß des Fisches" zugeschrieben, das auch als VESICA
PISCIS (s. eig. Beitrag) bezeichnet wird. Es handelt
sich um eine fischförmige Figur, die durch zwei sich überschneidende Kreise
entsteht. Der Längsdurchmesser der Figur ist die Quadratwurzel aus 3, die durch
das Verhältnis 265:153 angenähert wird. (Ob diese
Vorstellung in der Antike verbreitet war oder lediglich durch die heutige
Esoterik propagiert wird, vermag ich nicht zu beurteilen.)
6.
Seit einigen Jahrzehnten untersucht der Amerikaner Del Washburn die Bibel unter gematrischen Gesichtspunkten nach
dem hebräischen und griechischen Alphabet. In dieser "Theomatics"
genannten Unternehmung nimmt auch die Zahl 153 einen bedeutenden Platz ein.
Auch wenn man seine Ergebnisse und theologischen Prämissen bzw. Folgerungen für
annehmbar hält, so bleibt unbefriedigend, daß er nicht in der Lage ist, die
Bedeutung individueller Zahlen zu erklären. Dies ist nur möglich, wenn man das
trinitarische Prinzip 1 und 3 mit den numerischen und geometrischen Modellen des
Dezimalsystems verknüpft. Hebräische und griechische Zahlenwerte von Wörtern
und Texten mögen gottgelenkte Sinnhaftigkeit besitzen, doch erst die römische
Kultur und Sprache errichtete ein gematrisches System nach rationalen Gesetzen
des Dezimalsystems.
Literatur:Jürgen Werlitz, Das
Geheimnis der heiligen Zahlen. Ein Schlüssel zu den Rätseln der Bibel. Pattloch
2000. S. 73-77; 86-87.
Als einzige
rationale Erklärungsmöglichkeit erscheint nur die unter 3. genannte plausibel,
nämlich daß 153 die Summe der Zahlen 1-17 ist.
Die Zahl 17 spielt auch in der
Apokalypse eine bedeutende Rolle. In Kap. 13,1 schreibt Johannes: "Ein
Tier stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben Köpfen." Das Tier ist der Widersacher
Gottes, der sich an dessen Stelle setzen möchte und die Attribute seiner
Heiligkeit für sich beansprucht.
Wir müssen annehmen,
daß Johannes Kenntnisse eines Systems von Zahlenbedeutungen entweder aus dem
jüdischen Kulturraum oder durch römische Einflüsse erlangte. Es ist auch
anzunehmen, daß Johannes von Jesus selbst belehrt wurde, da die Ordnung der
Schöpfung durch Maß und Zahl (Weish.20,11)
gekennzeichnet ist. Daß Fischer über die tiefere Bedeutung des Fisches
nachdachten, ist nur natürlich.
B. Trinitarische Grundlagen der Zahl 153
I. Doppelkreis des
Tetraktyssterns, die Zahlen 9 und 8
1.
Wie ich mehrfach versucht habe darzulegen (Entwicklung des Dezimalsystems,
3 Doppelkreise der
Dreifaltigkeit etc.), ist die Zahlenordnung des Dezimalsystems Abbild des
einen Gottes in drei Personen. Jede nur denkbare Zahl hat an diesem Geheimnis
Anteil. Ein wesentliches geometrisches Modell hierfür sind die Flächenverhältnisse der beiden
konzentrischen Tetraktyskreise. Die verlängerten und in Schnittpunkte mündenden
Segmentlinien des zugrunde liegenden Hexagons ermöglichen einen zweiten Kreisbogen mit einer Erweiterung
der Fläche um 2
Einheiten. Das daraus resultierende Flächenverhältnis ist 1:2. Zu diesem neuen
erweiterten Kreis gehört jedoch auch der vom inneren Kreis verdeckte
Kreisausschnitt, so daß dieser ein zweites Mal zu
zählen ist. Das zweite Verhältnis der beiden Kreise ist demnach 1:(1+2) = 1:3. Die Addition beider Zählungen ergibt 2+5 = 7. (vgl. 5
Brote und 2 Fische). Die beiden Summanden sind von Bedeutung, weil ihr
Multiplikationsergebnis 10 den 10 Tetraktyspunkten
entspricht, die die 7 Hexagonpunkte überlagern.
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Auch wenn die beiden
Verhältnisse die Vollkommenheit der Zahl 7 darstellen, gilt, daß das eine Verhältnis auch das
andere beinhaltet, wie die konzentrischen Kreise gezeigt haben.
2. Wenn man die Faktoren einer Nicht-Primzahl addiert, ergibt sich eine
interne Differenz zwischen Faktorenwert (FW) und Zahlenwert (ZW). Die FW der Zahlen 8 und 9 sind jeweils 6. Die Differenz zum ZW ist daher einmal 2 und einmal 3, die entsprechenden
Verhältnisse 6:2 = 2*(3:1) und 6:3 = 3*(2:1) stimmen mit denen der konzentrischen Kreisflächen
überein. Die FW sind auch als eigenständige Werte zu verstehen. Addiert ergibt sich
somit 12+17 = 29. Den Additionswerten entsprechen die Buchstaben M und R. Der Name MARIA besitzt darin eine
innere Begründung.
Der FW von 10 ist 7. Betrachtet man die 7 Punkte des hexagonalen
Kreises als FW und die 10 Tetraktyspunkte im erweiterten Kreis als ZW, geben beide Zahlen das
Kreisflächenverhältnis 1:3 wieder.
3.
Auch bei der Addition mehrerer Zahlen ist die
Faktorensumme (FS) und
die Zahlensumme (ZS) von Bedeutung. Für die Zahlen 1-8 und 1-9 ergeben sich folgende Werte:
|
|
FS |
ZS |
sm |
|
1-8 |
33 |
36 |
69 |
|
1-9 |
39 |
45 |
84 |
|
|
72 |
81 |
153 |
|
72:81 = 9*(8:9) |
|||
|
69:84
= 3*(23:28) |
|||
4.
Hintergrund für die Zahlen 9 und 8 ist der Doppelaspekt von Zahl und Maß: Wenn die zählbaren
Grundzahlen von 1-9 reichen, begrenzen sie als Punkte 8 Maßeinheiten:

Dieselbe Anordnung von 9 Punkten und 8 Linien kommt zustande,
wenn man sie schleifenförmig auf einer Doppelraute (DR) – von denen der Tetraktysstern drei enthält – einträgt:
|
|
|
Die rechte DR ist von 1-17 durchnumeriert. Die FS und ZS sind jeweils durch 17 teilbar: 119+153 = 17*(7+9). Die ZS+FS beider Numerierungen
beträgt demnach 17*(9+16) = 17*25 = 425. (Die ZS+FS der unteren linken und
oberen rechten Raute ergeben 117+96 = 213, die der oberen linken
und unteren rechten 117+95 = 212.)
Die FS beider DR-Numerierungen ist die Primzahl 191. Die Zahl 1 vor und nach der 9 bezeichnet die zwei
zusätzlichen Punkte, die für 10 Maßeinheiten erforderlich sind. Numerisch sind dies 0 und 10 bzw. wieder 0 bei Kreisandordnung der 10 Maßeinheiten.
5. Die Punkte der unteren
Querlinie der rechten DR sind mit 15 und 3 numeriert. Die Querlinie bildet das untere Ende
einer geometrischen Figur, die aus 17 Elementen besteht: 6 Punkten, 8 Linien und 3 Dreiecken. Die drei Dreiecke können als
Versinnbildlichung der drei göttlichen Personen verstanden werden.
Drei dieser fischförmigen
Figuren sind in der Tetraktys zu erkennen:

1. In den bisherigen
Ausführungen ist über die trinitarische Bedeutung der Zahl 153 das Wesentliche bereits
gesagt worden. Im Folgenden geht es um einige weiterführende Zusammenhänge. Im
Blickpunkt stehen die Zahlen 17 und 19.
9 Punkte und 8 Maßeinheiten können auch
als Achsenkreuz dargestellt werden:
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|
Eine Achse besteht aus 5 Punkten und 4 Linien (Maßeinheiten),
zusammen 9
Elementen. Für die zweite Achse bleiben nur 8 Elemente übrig. Um diese Unterzahl auszugleichen,
ist ein zweites Achsenkreuz mit zwei Mittelpunkten, hier der vertikalen Achse,
zu denken. Die Addition 17+19 = 36 bedeutet jeweils 9 Elemente je Achse.
Ein vergleichbarer
Doppelaspekt begründet den ZW 19 des Buchstabens T:
|
|
Jeder Balken besteht aus 5 Elementen, die Figur als
ganze aber aus 9.
Auf diese Weise errechnet sich 10+9 = 19.
2. Auch die oben gezeigten
zwei numerierten Doppelrauten können zu einem Achsenkreuz gestellt werden und entweder zu einem Oktogon verschoben oder einem Oktaeder zusammengefügt werden.
Hinsichtlich des Oktaeders sind drei Ebenen (E) zu unterscheiden: eine gemeinsame Mittelbasis (E2), die obere (E1) und untere (E2) Pyramide. Der Mittelpunkt
des DR-Kreuzes bildet die untere Ecke des Oktaeders. Die 4Werte der drei Ebenen sind:
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Bu. |
ZS |
FS |
sm |
FW1 |
FW2 |
sm |
GS |
|
E1 |
14 |
96 |
75 |
171 |
13 |
13 |
26 |
197 |
|
E2 |
8 |
56 |
46 |
102 |
13 |
25 |
38 |
140 |
|
E3 |
12 |
82 |
70 |
152 |
43 |
14 |
57 |
209 |
|
|
34 |
234 |
191 |
425 |
69 |
52 |
121 |
546 |
|
425= 25*17; 102 = 6*17; 171:152 = 19*(9:8) = 323 |
||||||||
|
234 = 18*13; 191+121 = 312 =24*13; 234:312 = 78*(3:4) |
||||||||
Die ZS+FS 102 der Mittelbasis ist wie die Gesamtsumme 425 durch 17 teilbar. Die ZS+FS der oberen und unteren Ebene sind jeweils durch 19 teilbar und bilden das
für 17 charakteristische Verhältnis 9:8. Aus 9+8 Elementen besteht jedoch auch eine Oktaederhälfte,
9 für den pyramidalen
Aufbau, 8
für die Mittelbasis.
Die Zahl 323 enthält wiederum den
oben beschriebenen Doppelaspekt eines Achsenkreuzes. Wenn man sie in 32+3 aufteilt, gibt sie ein Basisachsenkreuz wieder,
das aus 17 Punkten und 16 Linien, zusammen aus 33 Elementen besteht. Um
die Gleichheit einer Achse von 17 Elementen zu erreichen, ist dem zweiten Achsenkreuz eine Achse
mit zwei Mittelpunkten zu geben. Dieses zweite Achsenkreuz besteht demnach aus 4*8 = 32 symmetrischen Elementen
und 3 Mittelpunkten oder 16 Linien und 19 Punkten:
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Auf diese Weise erklärt
die Zahl 323 ihr Produkt 17*19 selbst.
3. Die beiden Achsenkreuze
bestehen zusammen aus 33+35 = 68 Elementen. Die Zahl 68 ist nun wieder relevant für die Fischfigur aus 17 Elementen. Sie kann im DR-Kreuz viermal erkannt
werden, jeweils eine von den vier Eckpunkten aus. Der FW von 68 = 4*17 = 21.
Die Zahl 21 trifft auf die
Fischfigur insofern zu, als jedes der drei Dreiecke aus 7 Elementen besteht:
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Durch die Addition von 17+21 = 38 ergibt sich wiederum
Teilbarkeit durch 19. Das Produkt 2*19 bedeutet, in Einzelziffern betrachtet, 1+9 Punkte und 8+2 Maßeinheiten in einer Kreisdarstellung,
darstellbar in der Formel 17+3:
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Durch die Verbindung von
drei Dreiecken zu einer geometrischen Figur werden von 21 Elementen 4 eingespart. Diese vier
Elemente stellen die fehlenden Elemente für die Komplettierung von 8 zu 10 Maßeinheiten dar:
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Die Formeln 17+3 und 17+4 zeigen sich im FW von 174 kompakt enthalten: 174 = 6*29 = FW 34. 34 ist 2*17, wozu die Einzelziffern 3+4 zur Endsumme 41 hinzugefügt werden
können.
Wenn man 17 und 4 zu zwei dreistelligen
Zahlen 174 und 417 = 3*139 = FW 142 zusammensetzt, lassen sich folgende Deutungen vornehmen:
– Die Summe der beiden Zusammensetzungen ist 591 = 3*197 = FW 200. Zwei zusätzliche
Maßeineheiten werden durch zwei Nullen begrenzt, die zu einer Null
zusammenfallen können.
– Teilbarkeit durch 13 kommt zustande, wenn man
ZW und FW zusammenzählt: 174+34 = 208 = 16*13; 417+142 = 559 =
43*13; 13*(16+43) = 13*59. = FW 72 = 9*8. Die
Zahlen 174 und 417 führen wieder auf die Grundzahlen 1-9 zurück:
Die Summen der Zahlen 1-5 und 1-9 sind 15 und 45, ihr
Verhältnis 1:3.
4. Ergänzungen zu a) Achsenkreuz b) 17 und 19
1. Die drei Tetraktysfiguren sind
zunächst eine weitere geometrische Anschauung der 3 göttlichen Personen. Wie ist die
Beziehung zwischen göttlicher Person und Fisch zu verstehen?
Wir sind
gewohnt, den Begriff Ebenbildlichkeit Gottes ausschließlich auf den Menschen zu
beziehen. Aber in einem weiteren Sinne sind alle Geschöpfe Widerspiegelungen
göttlichen Seins. Hier geht es um die Frage, welches Verhältnis besteht
zwischen Mensch und Fisch.
2. Die Oberfläche der Erde ist
geprägt durch das Gegensatzpaar Land und Meer. Dadurch bedingt gibt es
Landbewohner und Wasserbewohner. Die einen sind vom Element Luft, die anderen
vom Element Wasser umgeben. Wasserbewohner leben unter der Oberfläche,
Landbewohner über der Oberfläche, die einen leben im Dunkeln, die anderen im
Licht.
Meere und
Gewässer werden hauptsächlich von Fischen bewohnt, von denen es viele Arten
gibt. Sie bilden die dem Wasser gemäße Entwicklungsstufe lebender Wesen. Die höchste
Stufe der Landbewohner stellt der Mensch dar. Bedingt durch seine
Erkenntnisfähigkeit besitzt er Sprachbegabung, durch die er alles benennen und
ordnen kann. Fische leben ähnlich wie Menschen in Gemeinschaften, aber sie sind
stumm, sie sind Gottes stumme Geschöpfe. Sie können ihren Schöpfer nicht durch
Stimmbefähigung preisen. Sie besitzen gewissermaßen eine zweckfreie Existenz.
Sie stehen ihrem Schöpfer ganz zur Verfügung. Er hat ihren Zweck festgelegt als
Nahrung für den Menschen.
3. Nun ist das griechische Wort ICHTHYS (ICQUS) – Fisch ein kirchengeschichtlich bedeutendes
Christussymbol. Die 5
griechischen Buchstaben bedeuten Iesous Christos Theoú (H)Yiós Sotér – Jesus Christus, Gottes Sohn,
Heilbringer. Das Fischsymbol
war ein geheimes Erkennungszeichen der frühen Christen während der Zeit ihrer
Verfolgung im römischen Reich.
Das ICHTHYS–Symbol ist nach dem bisher
Gesagten etwa so zu verstehen:
–
Gott
ist der Schöpfer des Meeres und des Landes mit allen ihren Lebewesen. Der Fisch
ist die sprachlose Entsprechung des Menschen. Daher ist er in analoger Weise
Ebenbild des dreifaltigen Gottes.
–
Die
zweite göttliche Person ist selbst Mensch geworden, um die Sorge des Schöpfers
für seine Geschöpfe unter Beweis zu stellen. Selbstlos wie ein Fisch stellt er
sich allen Menschen zur Verfügung, indem er nicht nur sein Leben für das Heil
aller Menschen hingibt, sondern im Gedächtnis seines Opfertodes durch Wandlung
von Brot und Wein in sein Fleisch und sein Blut sich selbst zur Speise gibt.
Die wörtliche Bedeutung von menschlichem Fleisch als Speise ist geeignet,
Vorstellungen von Kannibalismus zu erwecken. Hier hilft das Symbol des Fisches
als menschlicher Speise. Vorgeprägt durch die wunderbare Brotvermehrung, bilden
Brot und Fisch komplementäre Nahrungsmittel aus dem Meer und vom Land.
Auf die Symbolik des
Wassers soll hier nicht eingegangen werden.
IV. Ergänzungen
a)
Doppelaspekte von Kreisachse und Achsenkreuz
1.
In der ersten Ergänzung geht es noch einmal um das
Verständnis der Zahl 19. Ausgangspunkt dafür ist
der Kreisradius:
|
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Der Radius ist das Maß,
das zwischen dem Kreismittelpunkt und jedem beliebigen Punkt der Kreislinie besteht.
Zieht man eine Gerade vom Kreismittelpunkt durch die Kreislinie, wird das
Radialmaß durch zwei Punkte begrenzt: Radialmaß und Begrenzungspunkte bilden
eine Einheit von 3 Elementen. Der
Durchmesser eines Kreises enthält das Radialmaß zweimal, begrenzt durch drei
Punkte. Auf diese Weise erhält man durch doppelte Zählung von zweimal 3
selbständigen Radialelementen die gerade Zahl 6 werden, und einfache Zählung der
Durchmesserelemente die ungerade Zahl 5. Dieser Doppelaspekt
läßt sich durch ein Achsenkreuz mit drei Mittelpunkten
darstellen:
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Das einfache Achsenkreuz
mit einem einzigen Mittelpunkt besteht aus 9 Elementen. Es stellt eine Erweiterung des
Kreisdurchmessers um 2 Radialmaße und 2 Punkte dar, wie es der Fall ist, wenn ein zweiter
konzentrischer Kreis mit doppeltem Radius gezogen wird:
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Das relevante
geometrische Modell für 9 Durchmesserelemente ist
die Zickzack-Linie der Doppelraute im Doppelkreis des Tetraktyssterns:
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Auch hier ist der
Doppelaspekt von Durchmesser- und Radialelemente zu bedenken. Letztere bestehen
aus zweimal 3+2 = 10. Auf diese Weise kommt die Zahl 19 zustande:
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2.
Nun stellt sich die Frage nach dem geometrischen Modell
des Achsenkreuzes mit einem Mittelpunkt, das aus 17 Elementen besteht. Beim
Grundkreis stand die Erweiterung des einfachen Kreises zum Doppelkreis und der
Tetraktysstern zur Verfügung, mit dem die systemische Entwicklung des
Dezimalsystems abgeschlossen ist. Die Lösung kann nur, wie bereits oben
ausgeführt, in der schleifenförmigen Numerierung des Doppelrautenrahmens
bestehen, wodurch dessen 8 Radialmaße durch die
Zahlen 1-9 begrenzt werden. Dabei werden 2 der 7 Punkte doppelt besetzt:
|
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3.
Nach dem bisher Dargelegten haben zwei Doppelaspekte eine
komplementäre, gleichsam partnerschaftliche Berechtigung: Neben die ungeraden
Einheit von Durchmesserelementen tritt die Selbständigkeit von zwei
Radialeinheiten, die mindestens aus je drei Elementen bestehen, und die
ungerade Zahl von Achsenelementen eines Achsenkreuzes wird ausgeglichen durch
ein zweites Achsenkreuz mit drei Mittelpunkten, so daß viermal die ungerade
Anzahl von Achsenelementen zu einer geraden Gesamtzahl wird.
Die
Komplementierung von zusätzlichen Mittelpunkten ist eine Forderung der Logik.
Sie spielt sich im unsichtbaren Bereich der Seinswirklichkeit ab. Die doppelten
Kreisflächenverhältnisse 1:2 und 1:3 (s.oben) haben so Entsprechungen
auf der Ebene einer einzelnen Kreisachse und des Achsenkreuzes.
b)
Numerierungen der Fischfigur
1.
Oben wurde das Achsenkreuz aus 4*2 Maßeinheiten einmal mit einem und einmal mit drei Mittelpunkten
dargestellt. Eine doppelte Zählung von 16+1=17 und 16+3=19 Elementen der beiden Achsenkreuze bietet sich auch für die Fischfigur
durch unterschiedliche Numerierungen an. Die ZS+FS der Zahlen 1-17 und 1-19 sind:
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|
ZS |
FS |
sm |
|
1-17 |
153 |
119 |
272 |
|
1-19 |
190 |
146 |
336 |
|
|
343 |
265 |
608 |
|
343 = 7³; 608 = 32*19 |
|||
Die
Faktoren 7³ der ZS 343 sind auf die drei Dreiecke der Fischfigur
beziehbar. In der Gesamt-ZS+FS 608 hat die Zahl 19 Vorrang vor 17. Die Teilungszahl 32 stimmt überein mit der Zahl der symmetrischen Elemente
beider Achsenkreuze.
2.
Die Fischfigur ist zweimal in der Doppelraute (DR) von ihren beiden Enden
her zu erkennen. Im DR-Kreuz kommen weitere zwei Figuren hinzu.
Entsprechend der DR wird man die Numerierung zunächst
von der Spitze aus vornehmen. Andererseits ist das sanduhrförmige Doppeldreieck
die Ausgangsfigur des Hexagons, die bei dessen Erweiterung zum Tetraktysstern
ein weiteres Dreieck nach beiden Richtungen erhält. Daher wird man zwei weitere
Numerierungen vom Ende her durchführen. Die Figuren werden im Folgenden der
Reihe nach von 1-4 gezählt:
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|
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|
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|
Die
Ordnung der Numerierungen läßt sich nach zwei Gesichtspunkten untersuchen:
erstens nach Punkten, Linien und Flächen, zweitens nach den drei Ebenen des
Oktaeders. Die grünen Zahlen betreffen die obere Hälfte des Oktaeders, die
orangenfarbenen Elemente die Mittelbasis und die übrigen blauen Zahlen die
untere Oktaederhälfte.
3. Die oberen beiden
Numerierungen für sich allein sind von Interesse durch die grünen Zahlen, deren
ZS+FS 58+38 = 96 beträgt. Dadurch ergibt
sich ein Verhältnis von 9:27 = 9*(1:3) Zahlen und das ZS+FS-Verhältnis 32*(3:16). Das
Verhältnis gibt ein Achsenkreuz aus 3 Mittelpunkten und 4*4
symmetrischen Elementen wieder.
4. Die
Flächennumerierung aller vier Fischfiguren ergibt folgende Werte:
|
Fig. |
ZS |
FS |
sm |
Fig. |
ZS |
FS |
sm |
|
1 |
25 |
22 |
47 |
2 |
53 |
35 |
88 |
|
4 |
49 |
24 |
73 |
3 |
29 |
19 |
48 |
|
|
74 |
46 |
120 |
|
82 |
54 |
136 |
|
120:136
= 8*(15:17) =
8*32; 156+100 = 256 |
|||||||
|
686-156 =
530; 530-100 = 430 |
|||||||
Die
drei Flächen einer Figur haben die durchschnittliche ZS+FS 64. Das Verhältnis von 12:60 = 12*(1:5) Zahlen ist 256:960 =
64*(4:15). Die Verhältniszahlen
lassen sich interpretieren als 4 Flächen und 15 Rahmenelemente der DR. Das Verhältnis 15:17 gibt 15 Elemente des DR-Rahmens und dessen schleifenförmige Numerierung
von 17 Zahlen wieder.
Nach Abzug der ZS 156 und der FS 100 bleiben jeweils volle
10-er Zahlen übrig. Die ZS 156 ist dabei identisch mit der Differenz zwischen der FS 530 und der ZS 686. Die ZS und die FS der Punkte- und
Linienzahlen sind ebenfalls volle 10-er Zahlen. In der folgenden Tabelle wird
die Numerierung unterschieden von Spitze (Sp) und dem Ende (En) der Figur aus:
|
Punkte |
|
Linien |
|
||||
|
|
ZS |
FS |
sm |
|
ZS |
FS |
sm |
|
Sp |
120 |
103 |
223 |
Sp |
145 |
105 |
250 |
|
En |
120 |
117 |
237 |
En |
145 |
105 |
250 |
|
|
240 |
220 |
460 |
|
290 |
210 |
500 |
|
460:500
= 20*(23:25) |
|||||||
5. Hinsichtlich
der drei Oktaederebenen gibt es keine erkennbaren Gesamtverhältnisse. Die
beiden 1-17 Numerierungen ergeben das ZS-Verhältnis 72:108:126 =
18*(4:6:7) = 18*17 = 306.
6. Ein
dritter Ordnungsaspekt der figurativen Elemente besteht in der Unterscheidung
der mittleren Elemente von den seitlichen. Einem 17-19
Fischpaar sind 7+9 = 16
mittlere und 4*5 = 20 seitliche Elemente zuzuordnen. Den Zahlen 16 und 20 entspricht die feste
Buchstabenverbindung QU. Auffällige Zahlenverhältnisse sind nur für die
beiden vom Ende her numerierten Figuren festzustellen:
|
|
1-17 |
1-19 |
|
||||
|
Elemente |
ZS |
FS |
sm |
ZS |
FS |
sm |
GS |
|
mittlere |
67 |
52 |
119 |
120 |
90 |
210 |
329 |
|
seitliche |
86 |
67 |
153 |
70 |
56 |
126 |
279 |
|
|
153 |
119 |
272 |
190 |
146 |
336 |
608 |
|
119:153 = 17*(7:9);
210:126 = 42*(5:3) |
|||||||
|
90:120 = 30*(3:4); 56:70 =
14*(4:5) |
|||||||
|
119:210 = 7*(17:30);
153:126 = 9*(17:14) |
|||||||
Die
ZS+FS der mittleren und
seitlichen Elemente der 1-17 Numerierung sind identisch mit deren FS bzw. ZS.
Die ZS+FS der 32 mittleren und 40 seitlichen Elemente
betragen 356+272 = 628 = 4*157 > FW 161 und 330+258 = 588 = 4*147 > FW 21. Die ZW/FW-Verrechnung ergibt:
|
|
|
|
sm |
FW |
sm |
FW |
sm |
|
ZS |
628 |
588 |
1216 |
31 |
|
|
|
|
FW |
161 |
21 |
182 |
22 |
|
|
|
|
sm |
|
|
1398 |
53 |
1451 |
1451 |
|
|
FW |
|
|
238 |
53 |
291 |
100 |
|
|
sm |
|
|
|
|
1742 |
1551 |
|
|
FW |
|
|
|
|
82 |
61 |
143 |
Die
Einzelziffern der FW 31 und 22 sind auf Radialelemente und Flächengröße des Tetraktyssterns zu beziehen: 3 Radialemente des
hexagonalen Kreis entsprechen 1 Flächeneinheit, 2 Radialelemente des
erweiterten Kreises 2 Flächeneinheiten.
Die Einzelziffern der FW 82 und 61 weisen auf die
Doppelraute aus 8
Rahmenlinien und 2 Querlinien sowie auf 6 Punkte + Mittelpunkt hin. Im Wort PATERNOSTER ist die Zuordnung umgekehrt: Die ZS 61 übernimmt 4
Radialmaße des Doppelaspekts von 5 Durchmesser- und 6 Radialelementen:
|
P |
A |
T |
E |
R |
N |
O |
S |
T |
E |
R |
|
16 |
24 |
44 |
37 |
22 |
||||||
Der
FW
182 stimmt mit der ZS der drei Wörter des SATOR-Quadrats SATOR OPERA
TENET – Der
Schöpfer erhält seine Werke überein.
Die durch 4 teilbaren Summen 628 und 588 ergeben die
Durchschnittssumme 157+147 je numerierter Figur.
Die Einzelziffern der Primzahl 157 können sich auf drei Numerierungen des
Mittelpunktes des Tetraktyssterns beziehen. Aufgeteilt in 3*49 gibt die Zahl 147 die je gleiche
Numerierungssumme der drei DR des Tetraktyssterns wieder:
Die FW der zwei Summen sind 157+17 = 174 = 6*29 > FW 34.
In der Aufteilung 17+4 ist der oben behandelte Doppelaspekt von 17 Elementen der Fischfigur
und den 3*7 Elementen von drei Dreiecken erkennbar. 17+4 bedeutet auch 2+9 Punkte und 2+8 Maßeinheiten des dezimalen Grundmodells (s.oben). Die
Buchstabenverbindung IV hat den ZW 29 und den Ziffernwert 6.
Erstellt: April 2005
Letzte Änderung:
Oktober 2012