Einige Prinzipien der Zahlenbetrachtung
Es gibt zahlreiche hierarchisch geordnete strukturelle und bedeutungsmäßige Prinzipien, die von einer zukünftigen Wissenschaft systematisch darzustellen wären. In diesem Rahmen sollen nur einige Hinweise gegeben werden.
I. Allgemeines
III. Geistige und
materielle Wissenschaft
I. Allgemeines
1. Eine Zahl bedeutet a) die Zahl selbst: 4 Blätter, b) die Stelle in der Reihenfolge: das 4. Blatt, c) die Zahlensumme von 1 bis zur bestimmten Zahl: 1+2+3+4.
2. Eine Zahl bezeichnet a) eine Menge: 4 Blätter, b) ein Maß: 4 cm
3. Eine ungerade Zahl entsteht aus Mittelpunkt + 2 symmetrischen Zahlenhälften: 5 aus 1+2+2, eine gerade Zahl durch die beiden der Zahlhälfte benachbarten Zahlen: 4 aus 3+1, 6 aus 4+2 (vgl. die 4 Kreislinienpunkte einer Kreishälfte mit Ergänzung durch 2 Punkte zur ganzen Kreislinie):
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4. Zusammengesetzte Zahlen sind in ihrer unterschiedlichen Betrachtungsweise innerlich verwandt: 35 ist 35, 3+5, 3*5, 7*5, 3 bis 5.
5. Die innere Struktur einer Zahl zeigt sich in ihrer Teilbarkeit. Die Primzahlfaktoren sind zu addieren: 18 = 2*3*3 = 2+3+3 = 8.
Logisch zusammengehörige Zahlenreihen ergeben Faktorensumme (FS), die neue Erkenntnisse ermöglichen. Häufig besteht ein mathematisches Verhältnis zwischen Faktorensumme und Zahlensumme (ZS). Die Zahlenreihe 1 bis 13 z.B. ergibt 7*13, die FS 7*11. Das Verhältnis von FS zur ZS ist also 11:13 bzw. als Differenzverhältnis 11:2.
(siehe dazu Faktorenwerte)
Es lassen sich einfache bis komplizierte Rechnungen zur Ermittlung eines Endergebnisses durchführen. Ein einfaches Beispiel ist die Betrachtung zweier Umkehrzahlen, z.B. 35 und 53: 35>12 (7*5=7+5=12); 53>53; 53+12=65>18 (5*13). 35+53=88>17 (2*3*11); 18+17=35. Erkenntnisse: Die beiden Umkehrzahlen beziehen sich auf drei Kreisachsen mit je 5 Elementen (3P+2L) als Grundlage eines Hexagons. Die Zahl 65 zeigt, daß man einen Durchmesser auch als zwei Radien mit 6 Elementen lesen kann. 5*13 zeigt, daß auf der Grundlage von drei Achsen mit je 5 Elementen sich insgesamt 7P und 6L = 13 Elemente ergeben.
6. Die Grundbedeutung einer Zahl wiederholt sich in jeder höherstelligen Zahl, eine Zahl interpretiert sich selbst: 343 = z.B. 3*(4+3) = 3*7, ihre Teiler sind 7*7*7 = FW 21.
7.
Die Bedeutung einer
Zahl kann auch auf Addition + Multiplikation zweier Zahlen zurückgehen.
Anschauliches Beispiel sind die Zahlen 3 und 17: (3+17) + 3*17
= 71. Die Zahl 17 wird so zur Umkehrzahl 71.
1.
Es
ist zu überlegen, ob nicht alle Zahlengesetze von den Bedingungen des Kreises her verstehbar sind. Die
Durchmesserlinie (DM)
zeigt die Spiegelbildlichkeit zweier Radien. Der Mittelpunkt aber ist Ursache
ungerader Zahlen. Denn nach zwei Seiten hin ist die Anzahl symmetrischer
Elemente gleich. Eine ungerade Zahl kann man als Hälften wiedergeben, indem man
den Mittelpunkt entweder zu einer Hälfte der symmetrischen Elemente hinzunimmt (5 = 3+2) oder ihn getrennt angibt (1+4, 2+1+2).
2.
Gesetzmäßigkeiten
gehen bisweilen auf ein Grundmuster zurück, dessen Gültigkeit in Analogfällen
weiterwirkt. Eines dieser Grundmuster bilden die ersten 3 Zahlen durch die Gleichung 1+2=3. Sie ist auf die grundlegende Einheit
von 3 Radialelementen zu beziehen,
denen spiegelbildlich eine zweite entspricht. Auf diese Weise stehen den 5 DM-Elementen 2*3 = 6 Radialelemente gegenüber. Letztere beanspruchen demnach 2 Mittelpunkte für sich.
Das Verhältnis von 1:2 Mittelpunkten ist ein Prinzip,
das in einem Achsenkreuz ein sichtbares Modell hat:
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3.
Eine
symmetrische Hälfte von Elementen kann auch eine ungerade Zahl sein. Ein
geometrisches Beispiel hierfür ist die Doppelraute (DR) mit 3+1+3 Punkten. Zum DR-Rahmen gehören
außerdem 2*4 Linien:
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4.
Wenn
sich zwei Zahlen aus einer bestehenden Gesamtzahl zusammensetzen, wird die
Zusammengehörigkeit durch eine Gleichung bestätigt. Gleichzeitig kann die
Teilzahl als Verhältnis zur Ganzzahl dargestellt werden. Als Beispiel diene eine
Tetraktysseite:
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Eine Tetraktysseite besteht aus 4 Punkten + 3 Linien. Die Gleichung lautet 4+3 = 7, Verhältnisse sind 4:7 und 3:7, sowie für alle 3 Seiten 12:21 und 9:21.
Geometrisches Modell für dieses
Gesetz sind konzentrische Kreise und als Ausgangsmodell der Doppelkreis des
Tetraktyssterns:
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Die Fläche des inneren Kreis hat
die Größeneinheit 1, die
des äußeren Kreisrings die Größeneinheit 2. Um einerseits die Flächengröße des größeren Kreises und
anderseits ihre konzentrische Zusammengehörigkeit zu kennzeichnen, bedarf es
der Gleichung 1+2 = 3.
Insofern der kleinere Kreis auf den größeren hingeordnet ist und beide
eigenständige Größen sind, ist das Verhältnis 1:3 angemessen. Dieses Verhältnis bezeichnet 4 Flächeneinheiten.
Ob analog zur Realität konzentrischer Kreis auch das
Verhältnis von Streckenverhältnisse zu addieren ist, also 4:7 = 11, vermag ich nicht mit Bestimmtheit zu sagen.
III. Geistige und
materielle Wissenschaft
1.
Die
Bedeutung der Zahlen verstehen zu wollen, heißt, in ein System der Logik
einzutreten, das in der Welt, aber nicht von der Welt ist. Man muß sich daher
vom Denken der materiellen Welt lösen wie der Ballon von seinen Ankertauen, um
ungehindert die Gesetze verstehen zu können, die hinter der sichtbaren Welt
verborgen sind und sie gleichzeitig durchdringen.
2.
Die
Gesetze dieser geistigen Welt werden von ihrem Gesetzgeber so gehandhabt, daß
der Lauf der irdischen Dinge und der menschlichen Geschichte auf vollkommene
Weise nach seinen Absichten gelenkt wird.
Mit Maria, dem vollkommensten
aller irdischen Geschöpfe, dürfen wir die skeptische Frage stellen: "Wie
kann das geschehen?" und zuversichtlich die Botschaft des Engels annehmen:
"Für Gott ist nichts unmöglich".
3.
Die
Logik der unsichtbaren Welt unterscheidet sich in nichts von derjenigen der
irdischen Wissenschaften: Es gibt feste Gesetze, Beweisführungen und
unübersehbare Beziehungsvielfalt, die sich jedoch erst erschließen, wenn die
Ebene der unsichtbaren Wirklichkeit verstanden und angenommen worden ist.
4.
Der
Mensch ist im allgemeinen geneigt, Wissensbereiche, die sich außerhalb seines
Bewußtseins befinden, als irreal und irrelevant zu betrachten, da für ihn das
Realste sein eigene Existenz und eben damit sein Bewußtsein ist. Dazu gehört,
daß er zwar staunt, was Menschen vor Tausenden von Jahren geleistet haben, daß
er darin aber nichts Größeres zu erkennen bereit ist, als was ihm sein eigenes
Zeitalter bietet.
Die göttliche Ordnung ist also so
existent, als ob es den Menschen nicht gäbe oder er ganz und gar bedeutungslos
wäre.
So wie der Mensch sich nicht
selbst verdankt, sondern sich selbst in seinem unerschöpflichen Reichtum geschenkt
ist, sollte er sich in seinem Wissensdrang mit dem begnügen, was ihm an
göttlicher Weisheit geschenkt wird. Diese steht ihm nur insoweit offen, als er
seine eigene Individualität in die umfassende Größe Gottes hineinhält und sie
von ihr herleitet.
5.
Im
Unterschied zur gängigen Selbsteinschätzung des Menschen wollen wir den vor uns
Lebenden einräumen, stets größer gewesen zu sein als wir selbst, wie der lateinische Begriff MAIORES – Vorfahren nahelegt. Auf diese Weise können wir
unser Verdanktsein erkennen und uns vor Selbstdünkel bewahren.
6.
Nun
wird es nicht mehr schwerfallen anzuerkennen, daß die Römer jenen Zugang zur
geistigen Wissenschaft besaßen, die es ihnen ermöglichte, ihr Selbstverständnis
auf die göttliche Sinnstruktur der Zahlen zu gründen und darin unentwegt
fortzuschreiten.
Erstellt: September 2001
Erweitert: Januar 2008