B. Spezifische Modelle der
Initialen INRI
Den Initialen
I-N-R-I entsprechen die Zahlen 9-13-17-9 nach der Ordnung des lateinischen Alphabets. Vor drei
Jahren (2004) ordnete ich diese Zahlen drei verschiedenen
Achsenkreuzen zu. Sie scheinen mir auch jetzt noch gültige Grundmodelle zu
sein. Sie bilden einen formalen Rahmen, doch stehen sie etwas unverbunden
nebeneinander und sind im Sinne der Inschrift schwer auswertbar. Daher sind
weitere Modelle und Sichtweisen erforderlich.
(Im Dezember 2010 habe ich die Konzeption von 4 und 3
Achsen für die Zahlen 17 und 9 aufgegeben und beide Zahlen auf den Oktaeder
bezogen).
I. Das zweite I
II.
Modelle für die Einzelbuchstaben
III.
Das Modell der Doppelraute
V.
Die zusammengesetzten Zahlen 913 und 179
I. Das zweite I
1. Der erste und
letzte Buchstabe der Initialen ist ein I. Das
vermittelt den Eindruck, daß das Ende in den Anfang mündet. Eine Antwort darauf
ist zu versuchen.
Semantisch werden
durch die beiden I IESUS und IUDAEORUM miteinander
verbunden: Jesus ist Angehöriger des jüdischen Volkes aus dem Stamm Juda wie sein Vorfahr David.
Auch der umfassendere ethnische Begriff ISRAEL beginnt mit I. Jesus spricht von den "verlorenen
Schafen Israels", zu denen er gesandt sei (Mt 10,6;
15, 24). Als religiöser Führer steht nun Jesus an der Spitze Israels. Israel
bleibt aber das auserwählte Volk, wie Paulus im 11. Kapitel des
Römerbriefs eigens betont. Am Ende der Heilsgeschichte werde es sich bekehren:
"...dann wird ganz Israel gerettet werden, wie
es in der Schrift heißt: Der Retter wird aus Zion kommen, er wird alle
Gottlosigkeit von Jakob entfernen" (11,26).
Man kann demnach eine Bewegung von rechts
nach links und von links nach rechts unterscheiden: Jesus geht aus dem
jüdischen Vold hervor und wird es am Ende der Geschichte zur Anerkennung seiner
Königsherrschaft führen.
Auch die
Innenglieder NAZARENUS REX erhalten nun eine engere inhaltliche Bedeutung, die ihrer Nachbarschaft
entspricht: In Kurzform handelt es sich um den König aus
Nazareth.
2. Insofern man
je zwei Initialen einem Kreuzesbalken zuordnen kann, lassen sich auch die
Zahlenwerte (ZW) als paarweise zusammengehörig
verstehen. Nun zeigt sich, daß die Addition der Einzelziffern 9+1+3 und 1+7+9 die Summen 13 und 17 ergeben und so beide I
gewissermaßen überflüssig machen. Die verbleibenden Bezeichnungen NAZARENUS REX erinnern an das Magnifikat Marias:
Herrscher stürzt er vom Thron, niedrige hebt er empor.
Betrachtet man die beiden ZW-Paare als
Produktzahlen, deren Ergebnisse addiert werden (9*13+9*17), läßt sich die Zahl 9 als gemeinsamer Faktor herausziehen, wodurch ein I entfällt und 13 und 17 in ein inneres Verhältnis zu
einander rücken.
Die beiden I verdienen noch weitere Aufmerksamkeit.
II.
Modelle für die Einzelbuchstaben
1.
Die ersten drei Ziffern 9+1+3 verweisen
auf die Punkteverteilung des Tetraktyssterns: 9 Punkte des
Tetraktysrahmens, Mittelpunkt und 3 Eckpunkte für die zweite Tetraktys:
|
|
Es fällt auf,
daß bei Numerierung der Punkte von 1-9 und 10-13 die Zahlensummen + Faktorensummen (ZS+FS) gleich sind:
|
|
ZS |
FS |
Sm. |
|
1-9 |
45 |
39 |
84 |
|
10-13 |
46 |
38 |
84 |
Die Zahl 84 besteht aus den Faktoren 3*4*7. Sie können verstanden werden als 3*(4:7) und bedeuten das Verhältnis von 4
Punkte je Seite als Teilsumme, die sich mit den 3 Linien die Gesamtsumme 7
ergeben. Auf diese Weise herrscht Zahlengleichheit zwischen den beiden
Tetraktys.
2.
Das Modell für die Ziffern 1+7+9 ist nicht so
einfach zu benennen. Sie dürften sich auf die 7 Punkte der
Doppelraute (DR) beziehen, deren Numerierung sich
schleifenförmig auf 9 erweitern läßt:
|
|
III.
Das Modell der Doppelraute
1.
Wenn die Addition der Einzelziffern die beiden I überflüssig
machen und die Ziffern 179 auf die DR hinweisen, dann können
die Faktoren der Zahl 1317 diese
Vermutung vielleicht stützen: 1317 = 3*439 = FW
442. Die Zahl 3 ist auf 3 DR des Tetraktyssterns,
die Zahl 439 ist auf die 21 Elemente der
DR beziehbar und zu verstehen als 4*3
Seitenelemente +9 Mittelelemente. Die Zahl 442 hat nun wiederum die Faktoren 2*13*17, die Ziffern 442 können 8 Linien des Rahmens + 2 Querlinien 2*8 Rahmenlinien eines DR-Kreuzes
bedeuten.
2. Eine DR besteht aus der Erweiterung eine sanduhrförmigen Doppeldreiecks des
Hexagon um zwei weitere spiegelsymmetrische Dreiecke. Der x-förmige Rahmen des
hexagonalen Doppeldreiecks besteht aus 5 Punkten + 4 Linien = 9 Elementen.
Diese werden durch 2 Querlinien und 2 Dreiecke auf 13 Elemente
erweitert.
Fügt man dem
Doppeldreieck ein Erweiterungsdreieck hinzu, erhält man 13+4 = 17 Elemente.
3. Die Elemente
des Hexagon und des erweiterten Tetraktysstern übernehmen stellvertretende Bedeutungen
für die Kreisflächen, denen sie angehören. Die 9+13 Elemente
bezeichnen demnach jeweils 1
Flächeneinheit, die 17 Elemente der fischförmigen Figur 3 Flächeneinheiten. Im Sinne des Teils zum Ganzen
überdeckt die "Fischfigur" den Rahmen des Doppeldreiecks bzw. dieses
selbst. Somit ist das zweite I als
verdeckter Rahmen zu verstehen.
Die 4 Initialen bezeichnen demnach (1+1)+(3+1) = 6 Flächeneinheiten, die den 6 Ziffern der Initialen entsprechen.
Wenn die angestellte Überlegungs stimmt,
könnte man die ersten beiden Zahlen der 2. göttlichen Person und 3+1 der Einheit der drei göttlichen Personen zuschreiben. Die Addition 11+31 =
42 würde den 6*7 Elementen von 2 Tetraktysrahmen entprechen. Die Faktoren der
Zahl 1131 sind 3*13*29 = FW 45. 3*13 ist auf 3 Doppeldreiecke des Hexagon
beziehbar sowie auf 3+1+3 Punkte der DR. Die Zahl 45 ist die Summe
der Zahlen 1-9 und verweist zusammen mit den Einzelziffern auf die 9 Elemente des Achsenkreuzes, des geometrischen
Modells, das die Todesart Jesu bezeichnet.
4. Man kann nun
die Zahlen 9, 13 und 17 numerieren
und fortlaufend addieren. Die zweite 9 erscheint
hier entbehrlich, da die Summe der Zahlen von 1-17 17*9 = 153 beträgt. Die
ersten beiden Zahlen ergeben in fortlaufender Zählung 45+91 = 136., das ist die Summe der Zahlen von
1-16. Die FS der beiden
Zahlen 16 und 17 ist (6+7)*17 = 13*17. 17+16 bilden ein Achsenkreuz aus 33 Elementen, die den überlieferten
Lebensjahren Jesu entsprechen. Sie bilden weiterhin die Mitte der beiden ersten
Umkehrzahlen 12 und 21. Dieser
Zusammenhang wird später noch von Bedeutung sein.
1. Die Zahl 17 bildet aus 9 Punkten + 8 Linien ein Achenkreuz. Die Zahlen 9 und 8 sind die Komplementärzahlen zu 1 und 2 und können als Kreis- und als Streckenzahlen dargestellt
werden:
|
|
Die
Ausdehnung der Kreislinie auf die Strecke macht die verdeckte 9 sichtbar. Bei den Zahlen 1 und 2 zeigt sich eine Übereinstimmung
zwischen den Flächenverhältnis des Doppelkreises, der den Tetraktysstern
enthält, und der Streckenausdehnung einer halbierten Kreislinie:
|
|
2. Aus dem
Verhältnis 1:(2+1) bzw. (1+2):1 ergibt sich das trinitarische Verhältnis 1:3/3:1. Dies gilt nun ebenso von (9+8)+9.
Aufschlußreich sind die FW von 121 und 989: 11*11 = FW 22 und 23*43 = 66. Das Verhältnis der
beiden FW ist 22*(1:3). Dabei bezeichnen 22 und 1:3 die Flächengröße und
die Radialelemente des äußeren Kreisrings und des inneren Kreises.
V.
Die zusammengesetzten Zahlen 913 und 179
1. Erstaunliches
zeigt sich, wenn man die ZW der beiden Achsen zusammensetzt und verrechnet:
|
|
|
|
Sm. |
|
ZW |
913 |
179 |
1092 |
|
FW |
94 |
179 |
273 |
Die FS 273 ist in der ZS 1092 4-mal enthalten.
Das bedeutet das inklusive Verhältnis 1:3 und das
exklusive 1:4, woraus sich die Achsenkreuzelemente
4+5 ergeben.
2.
Die Zahl ist in die Produktzahlen 21*13 aufzuteilen, die in ihren Einzelziffern die grundlegenden trinitarischen
Flächenverhältnisse wiedergeben:
|
|
Dem
Flächenverhältnis 3:4 entspricht das Verhältnis der
Radialelemente 5:8, die sich in der Buchstabenzahl von IESUS CHRISTUS wiederfinden. Der ZW der beiden
Namen 182 ist in 1092 6-mal enthalten.
Der ZW von
3. Das Produkt 21*13 ist auf die Elemente der DR beziehbar und in das Flächenverhältnis 3:1 umsetzbar.
4. Die Zahl 273 ist die ZS+FS der 10 Zahlen von 12 bis zu ihrer
Umkehrzahl 21. Die FS selbst ist 108 = 9*12. Die Produktzahlen geben 3*3 Linien und 3*4 Punkte des Tetraktasrahmens wieder.
In der Reihenfolge 12+9 = 21 zeigen sich die Umkehrzahlen als
Verhältnis der Teilzahl zur ganzen Zahl. Dies ist auch den Initialen von IESUS CHRISTUS der Fall: 9 +(9+3) = 21. Noch
deutlicher wird dies unter Einbeziehung der FW: ZS = 9+3 = 12, FS = 6+3 = 9.
In
konzentrischer Anordnung ergibt sich ein Verhältnis von ZS+FS zwischen 1-3-5 und 2-4:
|
1 |
3 |
5 |
Sm. |
2 |
4 |
Sm. |
|||||
|
12 |
21 |
14 |
19 |
16 |
17 |
99 |
13 |
20 |
15 |
18 |
66 |
|
7 |
10 |
9 |
19 |
8 |
17 |
70 |
13 |
9 |
8 |
8 |
38 |
|
|
|
|
|
|
|
169 |
|
|
|
|
104 |
|
169:104 = 13*(13:8) |
|||||||||||
Dem
Verhältnis 13*(13:8) entspricht das trinitarische Flächenverhältnis 1:(1+2) = 1:3.
Erstellt: Dezember 2007